Was wird das für ein Kracher!
Das Halbfinale von Adelaide wird ein vorweggenommenes Endspiel. Denn eine der beiden Paarungen heißt: Novak Djokovic gegen Daniil Medvedev. Final möglich machte es der „Djoker“ durch seinen 6:3, 6:4-Erfolg gegen Denis Shapovalov.
Djokovic führt im direkten Vergleich gegen Medvedev mit 8:4
Doch der Weg dahin war steinig und schwer. Es waren bereits satte 48 Minuten absolviert, da stand es erst 3:3 zwischen dem Serben und dem Kanadier. Vor allem deshalb, weil überraschend Djokovic erhebliche Probleme bei den eigenen Aufschlagspielen hatte und gleich drei Breakmöglichkeiten seines Gegners abwehren musste – es gelang. Shapovalov hingegen war nicht so nervenstark. Ganz im Gegenteil, denn „Shapo“ servierte Djokovic das Break quasi auf dem Silbertablett. Gleich drei Doppelfehler und ein Vorhandfehler aus dem Halbfeld unterliefen dem Außenseiter, der damit für die Vorentscheidung im ersten Durchgang sorgte. Djokovic holte die letzten acht Punkte des Satzes zur Führung.
Als der Favorit dann auch im zweiten Durchgang direkt mit der ersten Möglichkeit eiskalt zum Break zuschlug, schien die Partie bereits gelaufen. Doch Shapovalov schlug überraschend zurück, machte aus einem 40:0 tatsächlich noch einen Aufschlagverlust des Serben und schaffte so den 3:3-Ausgleich. Djokovic wirkte in dieser Phase nicht so hochkonzentriert wie sonst üblich und benötigte im Anschluss insgesamt sechs Breakchancen, um schließlich doch erneut zuzuschlagen. Break zum 5:4, das wars.
Nun wartet also das Halbfinale gegen „Meddy“. Dieser schlug im Duell zweier Landsleute einige Stunden zuvor Kumpel Karen Khachanov, hatte beim 6:3, 6:3 keine Probleme und spaßte danach mit Blicks auf das Djokovic-Match: „Einer von den Beiden hat bereits eine Menge Titel geholt und mag es, in Australian zu spielen.“ Damit natürlich gemeint: Der „Djoker“, der im direkten Vergleich mit Medvedev 8:4 führt.
(Bild (c) IMAGO / AAP)




