Souveräner “Djoker” bringt sich für Traumhalbfinale in Stellung

23 Siege in den letzten 24 Matches! Novak Djokovic ist abgesehen von seiner Viertelfinalniederlage bei den French Open gegen Rafael Nadal seit Mai ungeschlagen auf der Tour. Daran konnte am Freitag auch Karen Khachanov nichts ändern. Bei seinem souveränen 6:4, 6:3-Erfolg in der Runde der letzten acht war der „Djoker“ in Astana einmal mehr eine Klasse für sich.

Khachanov hat damit sieben von acht Duellen gegen den Serben verloren. Den größten Sieg seiner Karriere konnte er 2018 im Endspiel von Paris-Bercy allerdings ausgerechnet gegen den langjährigen Branchenprimus feiern. Davon war der Russe heute ein großes Stück entfernt. Während Djokovic im ersten Satz nur fünf vermeidbare Fehler unterliefen, waren es bei Khachanov deren 17. Viel zu viel, um den Favoriten ernsthaft zu gefährden.

Djokovic marschiert ohne Satzverlust in Richtung „Meddy“-Kracher

Djokovic reichte eine konzentrierte Vorstellung und ein Break in der Anfangsphase, um vorne wegzumarschieren. Vor allem die eigenen Aufschlagspiele wickelte der 21-fache Grand-Slam-Champion in beeindruckender Manier ab. Auch den zweiten Durchgang riss Djokovic früh an sich. Nach dem Break zum 3:1 zog der Weltranglistensiebte auf und davon. Khachanov versuchte zwar alles, agierte aber insgesamt spielerisch zu limitiert, um den amtierenden Wimbledon-Sieger aus der Balance zu bringen.

Die Taktik des Serben ging auf: Djokovic suchte immer wieder die schwächere Rückhandseite des 26-Jährigen und hatte damit zumeist Erfolg. Nach kleineren Schwierigkeiten beim Ausservieren machte Djokovic den Sack mit einem krachenden Ass zu. Ein kerniger Jubelschrei rundete den starken Auftritt ab.

Das Traumhalbfinale gegen Daniil Medvedev rückt damit in greifbare Nähe. Sollte der ehemalige Weltranglistenerste im Anschluss Roberto Bautista Agut bezwingen, treffen sich die beiden Topspieler am Samstag zum direkten Duell um den Finaleinzug.

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(Bild (c) IMAGO/ Nir Keidar)