Alex De Minaur hat beim Laver Cup 2022 den ersten Punkt für Team Welt eingefahren. Der Australier bezwang in einem Marathon-Match Andy Murray mit 5:7, 6:3 und 10:7. Damit steht es nach den Einzeln 2:1 für Team Europa, für das Casper Ruud und Stefanos Tsitsipas die ersten beiden Matches entschieden hatten.
Murray und De Minaur hatten die etwas undankbare Aufgabe, das Vorprogramm zum heißerwarteten „Fedal“-Doppel zu gestalten. Einer Aufgabe, der die beiden Kontrahenten mit größter Gewissenhaftigkeit nachkamen. Bekannt dafür jedem Ball noch hinterherzurennen und Rallys wie Kaugummi in die Länge ziehen zu können, machten Murray und De Minaur früh klar, dass sie gekommen waren, um zu bleiben. Dabei löste Alex De Minaur die Aufgabe zunächst besser. Direkt das erste Aufschlagspiel von Murray kassierte der Australier ein und wirkte insgesamt frischer als sein 12 Jahre älterer Gegner. Doch „Sir Andy“ ließ nicht locker, biss sich ins Match, holte das Break wieder auf und trat damit das Duell los, das den ersten Satz auf 1 Stunde und 22 Minuten Spielzeit zog. Per Doppelfehler gab De Minaur den Durchgang ab, nachdem ihn Murray unter frenetischem Beifall des Londoner Publikums weichgekocht hatte.
Mit 47 Minuten war der zweite Satz da schon fast ein Schnelldurchlauf, brachte das gesamte Match aber nur wenig weiter, denn er ging an De Minaur. Hatten die ersten knapp anderthalb Stunden Andy Murray sichtlich zugesetzt, wirkte der Australier immer noch frisch und konnte das nun ausspielen. Zwei Mal holte er sich ein Break von Murray, der sich nach dem Satzausgleich erst mal kurz in die Kabine verzog. Dort wurde er von Roger Federer und Rafael Nadal noch einmal mit Tipps versorgt. Die brachten allerdings nichts mehr: Im Match-Tiebreak machte Alex De Minaur sein Comeback perfekt und holte nach drei umkämpften Sätzen den ersten Punkt für Team Welt.
(Bild © IMAGO/ USA TODAY Network/ Peter van den Berg)




