Das erste Spiel nach einem Turniersieg ist immer schwer. Alles beginnt bei Null, die Trophäe muss schnell abgehakt werden. Wenn dann noch der Körper aufmuckt, wird es noch schwieriger. Diese Bewährungsprobe hat Alexander Zverev bei seinem Masters-Auftakt in Paris mit Bravour bestanden. Der DTB-Profi bezwang Dusan Lajovic mit 6:3, 7:6.
Zum Anfang sah es nach einer weiteren Zverev-Gala aus. 1:0, 2:0, 3:0 – nach nur acht Minuten und zwölf von 14 gewonnenen Punkten konnte „Sascha“ mehr als zufrieden sein. Doch Lajovic fightete sich rein, war beim 2:3 wieder voll im Spiel. Zverev schüttelte mehrfach den Kopf – aber gar nicht unbedingt wegen seines Spiels, sondern vor allem wegen seines Nackens. Er ließ den Turnierarzt rufen und erklärte, dass er den Körper nicht richtig bewegen könnte, um die Rückhand voll zu spielen.
Zum ersten Mal seit fünf Jahren geht es gegen eine Traum-Rückhand
Zverev ließ sich also in den Katakomben behandeln. Und kam nach dreiminütiger Behandlung zurück, als wäre nie etwas gewesen. Deutschlands Nummer eins erzielte direkt das Rebreak und legte sogar noch ein Aufschlagspiel zu Null nach. Beim Stand von 5:3 servierte Zverev dann zum Satzgewinn, musste aber zuerst noch ein 15:30 wettmachen. Mit drei starken Aufschlägen inklusive einem Ass beim Satzball vollendete er nach 37 Minuten zum 6:3.
Der zweite Durchgang wurde geprägt von massig Breakchancen – und vergebenen Möglichkeiten. Besonders „Sascha“ konnte ein Lied davon singen, verwandelte er nämlich keinen einzigen seiner sieben Breakbälle. Da auch Lajovic beim Stand von 3:2 und 0:40 alle drei Möglichkeiten vergab, musste der Tiebreak her. Beide Akteure wackelten bedenklich beim eigenen Aufschlag, Zverev musste in drei von sechs Fällen ein Mini-Break hinnehmen – gewann aber dennoch mit 7:5, war er dem Serben in vier von sechs Fällen dessen Service zunichte machte.
Im Achtelfinale wartet nun ein echter Kracher auf den DTB-Profi. Es geht gegen Grigor Dimitrov, der seines Zeichens am frühen Nachmittag mit 4:6, 6:2, 6:0 gegen Karen Khachanov gewann. Es ist das erste Aufeinandertreffen zwischen Zverev und Dimitrov seit über fünf (!) Jahren.
(Bild (c) IMAGO / IP3press)




