Seine Horror-Verletzungsgeschichte zwang ihn lange zum Zusehen – doch jetzt hat Gerald Melzer den langen Kampf gewonnen. Seine Comeback-Tour läuft herausragend.
Horror-Verletzung lässt Melzer lange nicht spielen
„Im schlechtesten Fall kann ich gar nicht mehr spielen“, schätzte Melzer seine Situation im Gespräch mit tennisnet noch im vergangenen Jahr sorgenvoll ein. Hinter ihm lag schon zu diesem Zeitpunkt eine lange Verletzungsgeschichte. 2018 hatte der jüngere Bruder von Jürgen Melzer sich bei einem Challenger-Event in Padua ein Band im Sprunggelenk gerissen. Mehrere Operationen verliefen mehr oder weniger erfolglos, die Schmerzen blieben.
2019 bestritt Melzer noch insgesamt drei Matches, doch dann zwang ihn die nicht weichen wollende Verletzung zu einer längeren Zwangspause. Erst im Mai diesen Jahres, nach zwei Jahren ohne Match, gab Melzer sein Comeback. Dank seines Protected Rankings (Nr. 245) durfte der 31-Jährige, der in der Rangliste bis auf Platz 1306 gefallen war, auf der Future und Challenger Tour antreten.
Große Comeback-Tour auf Challenger-Ebene
Im tschechischen Liberec zog der ehemalige Weltranglisten-68. erstmals wieder in ein Challenger-Viertelfinale ein. Das war im August. Nur zweieinhalb Monate später hat Melzer vier Viertelfinal- und zwei Halbfinalteilnahmen vorzuweisen. Im kolumbianischen Bogota tritt er im Halbfinale am Samstag gegen Nicolas Barrientos an und kämpft um den Einzug ins Endspiel.
Schon jetzt steht fest, dass Melzer ab Montag wieder auf Rang 359 der Welt stehen wird. Bei einem Turniersieg wäre die Rückkehr in die Top 300 möglich. Etwas Silberware konnte Melzer ebenfalls bereits sammeln: An der Seite des deutschen Julian Lenz gewann der Österreicher die Doppel-Konkurrenz in Lima.
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(Bild © IMAGO / GEPA Pictures)




