Maria Sakkari fügt ihrer starken Saison ein weiteres Kapitel hinzu und zieht wie schon in Roland Garros ins Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier ein. Die Griechin bezwang im Viertelfinale der US Open Karolina Pliskova mit 6:4, 6:4 und zeigte dabei vor allem bei eigenem Aufschlag eine Leistung der Extraklasse.
„Mein Tennis sieht im Moment sehr gut aus. Mental bin ich ziemlich ruhig. Ich will mich nicht zu sehr über den heutigen Sieg freuen, weil ich morgen spielen muss. Wenn ich einen Tag frei hätte, wäre es anders“, sagte die 26-Jährige nach dem Match. Zuvor hatte sie das Spiel mit dem eigenen Service dominiert, wie man es im Damen-Tennis selten sieht.
23 von 25 Punkten machte Sakkari, wenn der erste Aufschlag im Feld landete. Satzübergreifend gab es eine Phase, in der die Griechin 22 Punkte bei eigenem Service in Folge machte. Pliskova, immerhin die Nummer vier der Welt, konnte einem fast schon leidtun. Gegen die nicht immer harten, aber unfassbar variabel und genau servierten Aufschläge Sakkaris fiel der Tschechin einfach kein Gegenmittel ein.
Jetzt geht es gegen Wunderkind Raducanu
Nicht einen einzigen Breakball musste die Griechin im Viertelfinale abwehren. Und so reichte ihr in beiden Sätzen ein frühes Break, um den Durchgang jeweils für sich zu entscheiden und das Match nach 81 Minuten zu gewinnen. Es war bereits Sakkaris dritter Sieg in New York über eine Top-10-Spielerin in Folge. Umso fraglicher, ob der Griechin die Halbfinalgegnerin so recht kommt?
Denn im Halbfinale muss sie gegen Turnier-Überraschung Emma Raducanu ran. Die 18-jährige Britin ist die erste Qualifikantin in der Open-Ära des Turniers, die sich bis ins Semifinale vorspielen konnte. Auf dem Weg dorthin hat sie noch nicht einen einzigen Satz abgeben müssen – weder in der Quali, noch im Hauptfeld. Entsprechend vorsichtig ist Sakkari, wenn es um die Favoritenrolle geht.
„Ich würde mich nicht als Favorit bezeichnen. Ich denke, wir haben alle die gleichen Chancen, das Halbfinale und dann den Titel zu gewinnen. Ab morgen würde ich jedem 25 Prozent geben, und dann 50 Prozent für die beiden Finalisten“, sagte sie. Ein kleiner Nachteil für Sakkari: Sie muss schon in der kommenden Nacht wieder ran und hatte dementsprechend einen Tag weniger zu Regeneration als ihre junge Kontrahentin.
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(Bild (c) IMAGO/ Xinhua)




