Es war die Nacht des Jenson Brooksby. Einerseits setzte sich der 20-jährige US-Boy mit 6:7(7), 7:6(10), 7:5, 6:2 gegen seinen Landsmann Taylor Fritz durch und erreichte in Flushing Meadows zum ersten Mal die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers. Andererseits gelang dem Weltranglisten-99. auf dem Weg zum umkämpften Sieg der Schlag des bisherigen Turniers.
Beim Stand von 4:5 und 15:15 im dritten Satz zeigte Brooksby wie frech und unbekümmert er in New York derzeit auftritt. Aus der Rally heraus setzte er zunächst einen Rückhand-Dropshot mit viel Spin nach außen an. Der Schlag war gut ausgeführt, aber Fritz roch den Braten frühzeitig und rannte ans Netz, um zu kontern. Er schob den Ball kurz-cross mit der Vorhand zurück in Brooksbys Feld. Fast parallel zum Netz trieb die Kugel kurz hinterm Netz nach außen, ohne sonderlich hoch aufzuspringen.
„Ich habe diese Atmosphäre geliebt“
Brooksby aber gab den Punkt nicht verloren. Er sprintete zum Ball und bekam ihn Zentimeter vor dem zweiten Bodenkontakt noch erwischt. Das allein wäre schon einen Applaus des New Yorker Publikums wert gewesen. Doch der 20-Jährige brachte es tatsächlich fertig, den Ball knapp über dem Hartplatz-Kunststoffbelag genau zwischen Schiedsrichterstuhl und Netzpfosten hindurch zu schlagen und ins T-Feld von Fitz zu setzen.
Was für ein Schlag! Entsprechend ausgelassen ließ sich Brooksby vom Publikum auch feiern. „Es ist wirklich aufregend. Dafür hat man das ganze Training gemacht. Das sind die Momente, die man am meisten genießt. An einem Ort wie den US Open, meinem Heim-Grand-Slam-Turnier, gibt es nichts Aufregenderes als das. Ich habe diese Atmosphäre geliebt“, sagte der Rechtshänder aus Sacramento, der es in Runde drei mit Arslan Karatsev zu tun bekommt. Wenn Brooksby solche Schläge spielt, muss man ihm auch in diesem Match eine Chance einräumen.
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(Bild (c) IMAGO/ ZUMA Wire)




