Nicht nur in Tokio schwappten heute die Emotionen über. Auch beim Sandplatzturnier in Kitzbühel ging es am Freitag hoch her. Im zweiten ATP-Halbfinale seiner Karriere binnen zwei Wochen scheiterte Daniel Altmaier denkbar knapp mit 6:4, 3:6 und 3:6 am zähen Spanier Pedro Martinez.
Der 22-jährige Deutsche ließ wie bereits zuletzt bei seinen starken Auftritten in Umag auch in den österreichischen Alpen sein Herz auf dem Platz. Extrovertierte Jubelgesten, Flüche, Schlägerwürfe und grandiose Peitschenhiebe von der Grundlinie – Altmaier hat die Zuschauer einmal mehr in seinen Bann gezogen.
Altmaier bringt Satzführung nicht ins Ziel
Das kraftaufwendige Topspintennis des DTB-Profis ist vor allem auf Sand eine Augenweide. Altmaier legt ähnlich wie Dominic Thiem alles in seine Schläge hinein, was ihm an Kraft und Finesse zu Verfügung steht.
Im ersten Satz kam auch die nötige Effektivität hinzu. Nach einem Break zum 4:3 transportierte der Weltranglisten-135. den Vorsprung bis ins Zwischenziel. Martinez ist allerdings ebenfalls als Beißer und Wühler mit enormen Qualitäten auf der roten Asche bekannt.
Martinez wühlt sich zur Finalpremiere
Dies bekam der Deutsche im zweiten Durchgang harsch am eigenen Leib zu spüren. Nach einem 0:5-Antilauf genügten auch drei Spielgewinne in Folge nicht mehr zur Wende. Vor dem Entscheidungssatz verschwanden beide Spieler fast zehn Minuten in der Kabine, ehe das zähe Ringen wieder Fahrt aufnahm.
Martinez kam besser heraus. Das Break zum 2:3 aus Sicht des Deutschen beflügelte den 24-jährigen Iberer, noch ein Break zum Matchgewinn nachzulegen. Martinez steht damit zum ersten Mal im Endspiel eines ATP-Events. Eine Errungenschaft, die Daniel Altmaier gerne auch gefeiert hätte.
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(Bild (c) IMAGO/ GEPA pictures)




