Carlos Alcaraz hat seinen ersten Titel auf ATP-Ebene gewonnen. Der 18-jährige Spanier bezwang im Finale von Umag Richard Gasquet mit 6:2, 6:2. Damit ist er der insgesamt siebte Spanier, der in Umag bereits den Titel holen konnte und der jüngste ATP-Sieger seit Kei Nishikori 2008 in Delray Beach.
Es war das Duell zweier Tennisgenerationen. Siebzehn Jahre Altersunterschied liegen zwischen Alcaraz und Gasquet, der größte Altersunterschied, der jemals zwischen zwei Finalgegnern in Umag bestand. Nichts unterschied die beiden allerdings darin, dass sie sich ihren Platz in diesem Endspiel redlich verdient hatten. Carlos Alcaraz hatte im Halbfinale die Nummer eins des Turniers, Albert Ramos-Vinolas, bezwungen. Richard Gasquet hatte in der Runde der letzten Vier den Deutschen Daniel Altmaier in einer über drei Stunden dauernden Schlacht niedergerungen.
Vielleicht ein Vorzeichen für das Finale, den ein etwas müde wirkender Gasquet geriet schnell in die Mühlen seines jungen Gegners. Wobei sich Alcaraz nicht nur physisch, sondern auch mental überlegen zeigte und ein deutlich mehr Körner übrig zu haben schien. Insgesamt vier Mal nahm der junge Spanier Gasquet im Match den Aufschlag ab. Im ersten und zweiten Satz gab es das erste Break jeweils zur 2:1-Führung für Alcaraz, der damit in beiden Durchgängen schnell den Grundstein für seinen späteren Erfolg legte. Eine starke Vorstellung des 18-Jährigen, die sich auch in den Statistiken mit einer besseren Aufschlagquote (1. Aufschlag) sowie einer klar besseren Punktausbeute (1. und 2. Aufschlag) wiederfand.
So war es ein absolut verdienter Sieg, als Carlos Alcaraz nach knapp einer Stunde und zwanzig Minuten unter den Augen von Goran Ivanisevic, nach dem auch der Centercourt in Umag benannt ist, seinen ersten Matchball verwandelte. Ein Sieg, mit dem sich Alcaraz nicht nur seinen ersten Titel holt, sondern auch in der Weltrangliste einen Sprung machen wird und ab Montag ein neues Career High einnimmt.
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(Bild © IMAGO/ Paul Zimmer)




