2:1, 2:1, 2:1, 2:0 – ein beeindruckendes Sieg-Quartett, das ein Franzose in Halle schnürte. Ugo Humbert, Bezwinger von Alexander Zverev, sorgte auch im Endspiel für eine faustdicke Überraschung. Er schlug den Russen Andrey Rublev – immerhin die Nummer sieben der Welt, mit 6:3, 7:6.
Mit solch einem deutlichen Spielverlauf war definitiv nicht zu rechnen. Zumindest nicht aus Sicht des Weltranglisten-31., schon eher hätten die Experten Rublev mit 2:0 vorn gesehen. Doch Youngster Humbert zeigte in diesem Endspiel astreines und abgeklärtes Tennis.
Im ersten Durchgang holte sich der Franzose genau im richtigen Moment den ersten Breakball – und verwandelte diesen auch umgehend zur 5:3-Führung. Im Anschluss verwandelte er den vierten Satzball zur Führung. Der zweite Satz war dann eine komplett ausgeglichene Angelegenheit, kein Aufschläger musste überhaupt mal über Einstand gehen. Es ging in den Tiebreak – und erneut zeigte Humbert keine Nerven. Vom 4:4 setzte er sich bis zum 7:4 ab, feierte damit seinen dritten Titel auf der ATP-Tour.
Im Sieger-Interview jubelte er: „Der beste Sieg meiner Karriere.“
(Bild (c) IMAGO / Claudio Gärtner)




