Daniil Medevedev steht zum ersten Mal im Viertelfinale der French Open. Der Russe gewinnt gegen den Chilenen Cristian Garin mit 6:2, 6:1, 7:5. Der glatte Sieg gegen einen Sandplatzwühler wie Garin dürfte Mevedev, der dem Spiel auf der roten Asche bisher nicht wirklich viel abgewinnen konnte, Selbstbewusstsein geben. Das wird die Nummer zwei der Welt im nächsten Match auch brauchen, geht es für ihn doch gegen Stefanos Tsitsipas, der Pablo Carreno Busta in drei Sätzen aus dem Turnier nahm.
Medvedev in den ersten beiden Sätzen überlegen
Ähnlich wie Tsitsipas im Match gegen Carreno Busta schmiss Medvedev in den ersten beiden Sätzen den Turbo an. Nachdem er in seinem ersten Aufschlagspiel noch einen Breakball abwehren musste, schaute der 25-Jährige nicht mehr zurück. Mit seiner ersten eigenen Breakchance nahm er Garin das Spiel zu 3:1-Führung ab und machte mit einem weiteren Break den ersten Durchgang 6:2 zu. Der Chilene, der alle seine bisherigen fünf ATP-Titel auf Sand gewann, hatte gegen Medvedev wenig zu melden. Der Russe ging die Ballwechsel gut mit und überpowerte seinen Gegner regelmäßig.
Im zweiten Satz wurde dieser Klassenunterschied noch deutlicher. Daniil Medvedev führte schon mit 5:0 und Doppelbreak, ehe Cristian Garin überhaupt zu seinem ersten Spielgewinn kam. Es lief nicht für den Chilenen, der sich in der Pause nach dem zweiten Satz dann auch gleich mal behandeln ließ. Die Nummer 23 der Welt schien Probleme im Nacken zu haben, die auch den rechten Arm beeinträchtigten.
Kuriose Behandlungspausen
Die Behandlung schien zu helfen. Durch die Pause etwas aus seinem Rhythmus gebracht, gab Daniil Medvedev sein erstes Aufschlagspiel im dritten Satz zu Null an Garin ab. Daraufhin nahm auch Medvedev kurz eine Konsultation mit dem Physio in Anspruch, weil ihm scheinbar der rechte Ellenbogen zwickte. Eine Behandlungspause gab es aber nicht und das Match konnte schnell weitergehen. Anders als der Russe zuvor ließ sich Cristian Garin durch die Unterbrechung aber nicht aus dem Konzept bringen und behielt seinen Breakvorsprung bei. Eine Freude, die nicht lange währte. Schnell glich Medvedev nach Spielen wieder aus und schickte das Match nach diesem ziemlichen Hin-und-Her endlich in den schönen Schlagabtausch, den sich so mancher vor dem Match erhofft hatte.
Kippen ließ die Nummer 2 der Welt die Partie allerdings nicht mehr. Mit seinem insgesamt sechsten Break bei Aufschlag von Cristian Garin holte sich Daniil Medvedev die Führung zum 6:5 und servierte diese dann zu seinem ersten Viertelfinaleinzug in Roland Garros aus.
(Bild (c) IMAGO / PanoramiC / Federico Pestellini)




