In einer mühsamen Night Session hat Roger Federer sich in Runde drei der French Open knapp gegen Dominik Koepfer durchgesetzt. Erst nach 3:35 Stunden triumphierte der Schweizer mit 7:6 (5), 6 (3):7, 7:6 (5), 7:5.
Koepfer verwickelt Federer in enges Match
Erst um viertel vor eins am Sonntagmorgen verwandelte Federer auf dem Court Philippe Chatrier seinen zweiten Matchball. Fans waren wegen der Pariser Ausgangssperre von Beginn an nicht im Stadion gewesen. In einer mehr von der Spannung als von überragendem Niveau getragenen Partie bot Koepfer dem „Maestro“ vier Sätze lang die Stirn und musste sich am Ende nur knapp geschlagen geben.
Im ersten Durchgang bewiesen beide beim Aufschlag gute Nerven. Einen ersten Breakball wehrte Federer beim Stand von 2:2 per Vorhand-Winner ab. Koepfer ließ noch eine weitere Chance ungenutzt, Federer derer insgesamt gleich fünf. Ein erster Tiebreak musste entscheiden. Es war schließlich Koepfer, der beim Stand von 4:5 per Doppelfehler für die Entscheidung sorgte. Am Netz verwandelte Federer zum 7:5.
Schwacher Tiebreak Federers lässt Koepfer zurück
Der zweite Durchgang nahm einen dynamischeren Verlauf, nachdem Federer gleich zweimal mit Break in Führung gehen konnte. In einer Phase, in der Fehler auf beiden Seiten zunahmen, schnappte Koepfer sich aber beide Male das schnelle Rebreak. Ein weiterer Tiebreak musste her. Dieses Mal war es Federer, der seinem Gegner mit mehreren leichten Fehlern Satzbälle auf dem Silbertablett servierte – Koepfer bedankte sich und stellte die Uhren mit 7:3 wieder auf Anfang.
Auch zu Beginn des dritten Durchgangs schien der Tiebreak noch Wirkung zu zeigen. Federer fand kaum noch zu seinem Spiel, während der DTB-Star solide servierte und das frühe Break zum 1:0 eintütete. Wie aus dem Nichts gelang dem 39-Jährigen nach einer Reihe von Fehlern Koepfers aber doch noch das Break zum 4:4 und wenig später ging es – natürlich – abermals in den Tiebreak. In einem unangenehmen Déjà-vu unterlief Koepfer wieder bei 4:5 der entscheidende Fehler, dieses Mal mit der Vorhand. Ein gefühlvoller Stop Federers brachte den Altmeister nach knapp drei Stunden Spielzeit erneut in Führung.
Auf- und Ab in Satz vier: Koepfer versagen die Nerven
Spannung und hochkochende Emotionen dominierten den vierten Durchgang, in dem Federer zur großen Frustration Koepfers das erste Break landete. Doch der „Pitbull“ fightete, blieb dran und glich wieder aus. Im elften Spiel, beim Stand von 5:5, schaffte Federer dann aber kurz vor dem nahenden Tiebreak doch noch das Break zum 6:5 – die Vorentscheidung. Bei eigenem Aufschlag verwandelte der Schweizer zum 7:6 (4), 6 (3):7, 7:6 (5), 7:5.
In der Runde der letzten 16 geht es für Federer nun am Montag gegen Matteo Berrettini. Der an Nummer neun gesetzte Italiener hatte in seinem Drittrundenmatch gegen Soonwoo Kwon weit weniger Mühe und setzte sich in drei Sätzen durch.
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(Bild © IMAGO / Xinhua)




