Er hat es wieder geschafft. Novak Djokovic bleibt der König von Melbourne. In einem phasenweise einseitigen Finale setzte sich der „Djoker“ mit 7:5, 6:2, 6:2 gegen Daniil Medvedev durch.
Djokovic ruft finalreife Leistung ab
Grand-Slam-Titel Nummer 18! Australian-Open-Titel Nummer neun! Und das in dominanter Manier. Djokovic drohte nicht zu wackeln, drohte nicht zu fallen. Djokovic zeigte einmal mehr stahlharte Nerven auf der größten Bühne, bewies, warum er zu den erfolgreichsten Tennisspielern aller Zeit gehört.
Es wurde nicht das offene Finale, das viele Experten heraufbeschworen hatten. Dabei begann das Match vielversprechend. Der Weltranglistenerste raste zwar in nur acht Minuten zur 3:0 Führung – das übrigens im vierten AO-Finale in Folge – doch Medvedev brauchte danach kaum länger, um zurück ins Match zu finden. Mit vielen hochklassigen Ballwechseln entwickelte sich in der gut besuchten Rod Laver Arena ein sehr sehenswertes Match. Zumindest bis zum Ende des ersten Satzes.
Medvedev zu fahrig – Djokovic eiskalt
Bei 5:6 aus Medvedevs Sicht spielte „Nole“ ein geradezu perfektes Returnspiel und schnappte sich das 0:40 und drei Gelegenheiten zum Satzgewinn. Zweimal konnte „Meddy“ noch abwehren, beim dritten Satzball landete dann aber eine Vorhand im Netz – 5:7. Noch war der Russe aber nicht am Boden. Scheinbar unbeeindruckt holte Medvedev sich das Break im ersten Spiel des zweiten Satzes und ging erstmals in Führung.
Doch dann zeigten sich bei Medvedev die Nerven. Immer mehr flüchtige, leichte Fehler von der Grundlinie schlichen sich in das Spiel des 25-Jährigen. Djokovic bot derweil keine Angriffsfläche, spielte nahezu fehlerlos und verteidigte exzellent. Zwei Breaks in Serie brachten dem Serben die Führung, mit einem perfekten Return auf die Grundlinie legte er sogar noch ein drittes zum 6:2 obendrauf.
Triumph in weniger als zwei Stunden
Sein sichtbar frustrierter Kontrahent fand nicht zurück in die Spur. Auch im dritten Durchgang setzte es sofort das Break und den 0:3-Rückstand. Und mit der Abgebrühtheit eines großen Champions transportierte Djokovic den Vorsprung sicher bis zur Ziellinie. Nach gerade einmal 1:53 Stunde hieß es Matchball für den 33-Jährigen. Mit einem perfekten Schmetterball verwandelte Djokovic seine erste Gelegenheit und sank jubelnd zu Boden.
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(Bild © imago images / Hasenkopf)




