Mindestens 47 Profis in harter Quarantäne. Kein Training, kein Schritt vor die Tür. 14 Tage lang.
Ein Umstand, der durch positive Corona-Tests auf gleich zwei „Australian-Open-Flügen“ ausgelöst wurde. Und ebenfalls ein Umstand, der den Spielern und Spielerinnen im Vorfeld so nicht bewusst gewesen ist. Deswegen werden die Vorwürfe an die Organisatoren nun immer lauter.
“ …, dann würde ich nicht in Australien spielen“
Yulia Putintseva etwa schrieb bei Twitter: „Was ich nicht verstehen kann ist, dass uns niemand gesagt, dass alle Passagiere in Isolation müssen, wenn es eine positiv-getestete Person an Board gibt. Dann hätte ich definitiv zweimal darüber nachgedacht!“ Sorana Cirstea pflichtete ihr bei: „Wenn sie uns diese Regel vorher mitgeteilt hätten, dann würde ich nicht in Australien spielen. Ich wäre zuhaus geblieben. Sie haben uns gesagt, das Flugzeug hätte nur 20 Prozent Auslastung, wäre in Sektoren aufgeteilt und wir würden als „enge Kontakte“ gelten, wenn jemand in unserem Team positiv getestet würde.“
Stattdessen müssen nun alle Profis gleich zweier Flüge in Komplett-Quarantäne. Marta Kostyuk merkte an: „Wir haben jetzt auch keine Ergometer oder sonst etwas auf dem Zimmer. Warum denn auch, da konnte ja niemand mit rechnen.“
Und zugleich wird die Kritk an Australian-Open-Turnierdirektor Craig Tiley immer heftiger. Dieser muss sich nämlich nun an seinen eigenen Worten aus Mitte Oktober messen lassen: „Dass ein Spieler in Quarantäne muss und unmittelbar vor der Saison für zwei Wochen im Hotel feststeckt – das wird nicht passieren. Du kannst von den Spielern nicht eine zweiwöchige Quarantäne verlangen und sie dann dazu auffordern, dass sie bereit sind, einen Grand Slam zu absolvieren.“
Aber genau das wird nun passieren …
(Bild (c) imago images / AAP)




