„Es war ein komisches Jahr“ – Kerbers enttäuschende Saison 2020 Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

Der Blick in den Rückspiegel fällt ernüchternd aus. Für Angelique Kerber war die Coronasaison 2020 ein Jahr zum Vergessen. Was im Januar in Brisbane mit einer Erstrundenniederlage begann, endete bei den French Open ebenfalls mit einem trostlosen Aus in Runde eins.

Das Fazit der ehemaligen Nummer eins der Welt fiel dementsprechend ratlos aus: „Ich weiß es noch nicht. Es war ein komisches Jahr, ein anderes Jahr.“ Gemessen an den immer noch hohen Ansprüchen der dreifachen Grand-Slam-Siegerin war es ein verlorenes Jahr.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Angelique Kerber (@angie.kerber)

Kerber kommt 2020 nirgendwo über das Achtelfinale hinaus

Bei nur 13 Matches in dieser von der Corona-Pandemie zerklüfteten Saison kam Kerber bei keinem Turnier über das Achtelfinale hinaus. Zumindest bei den Majors auf Hartplatz lief es einigermaßen nach Wunsch. Bei den Australian Open scheiterte „Angie“ nach drei Sätzen an der spielstarken Russin Anastasia Pavlyuchenkova, während im September bei den US Open die spätere Halbfinalistin Jennifer Brady eine Nummer zu groß war.

Kerber wollte aufgrund der angespannten Gesundheitslage ursprünglich gar nicht die Reise nach New York antreten, ihr später Sinneswandel wurde allerdings belohnt. Die Auftritte der Deutschen in den ersten drei Runden gehörten zu den wenigen Lichtblicken in einer ansonsten äußerst tristen Saison.

Bringt Erfolgscoach Torben Beltz „Angie“ wieder zurück in die Spur?

Es folgten zwei sang- und klanglose Auftaktniederlagen in Rom gegen Katarina Siniakova und in Roland Garros gegen Kaja Juvan. Es sei „einer dieser Tage ohne Rhythmus, ohne Gefühl“ für Ball und Situation gewesen, hatte Kerber nach ihrem Aus gegen die 19-jährige Slowenin nüchtern festgestellt. Weitere Auftritte der aktuellen Nummer 25 der Welt sollten nicht mehr folgen.

Bleibt zu hoffen, dass die langjährige Weltklassespielerin noch einmal den Biss entwickelt, um in höhere Gefilde vorzustoßen. Zuversicht löst die Rückkehr zu ihrem Erfolgscoach Torben Beltz aus, der im Juli Dieter Kindlmann abgelöst hatte. Mit 32 Jahren ist Kerber jedenfalls immer noch jung genug, um ihrer Karriere eine weitere positive Wendung hinzuzufügen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Tennis-Point (@tennis_point_official)

(Bild © imago images / ZUMA Wire)