Nach dem Weltklassematch zwischen Dominic Thiem und Rafael Nadal in der Gruppe London 2020 steht am heutigen Abend (ab 21 Uhr live auf Sky) das vermeintliche Spitzenspiel der Gruppe Tokyo 1970 auf dem Programm. „Aufregend, anstrengend, freudig und schrecklich zugleich“, so beschrieb Novak Djokovic das letzte Aufeinandertreffen mit Daniil Medvedev.
Beim ATP Cup im Januar konnte sich der Serbe nach drei hochklassigen Sätzen gegen seinen heutigen Gegner durchsetzen. Eine Neuauflage dieses Spektakels wäre keine große Überraschung, jeder der drei zurückliegenden Vergleiche ging schließlich über die volle Distanz.
Medvedev erwartet viele lange Ballwechsel
„Ich spiele gerne gegen Novak. Wir haben uns bereits einige harte Matches geliefert. Die Bedingungen hier erlauben viele lange Ballwechsel. Läuferisch werden wir beide gut unterwegs sein“, blickt Medvedev voraus.
Auch Djokovic ist auf ein zähes Ringen eingestellt. Der Weltranglistenerste gewann zwar vier von sechs Duellen, zwei der letzten drei Vergleiche gingen allerdings an den Russen. „Er hat demonstriert, warum er zu den besten Spielern der Welt gehört. Seine Konstanz und sein solides Spiel von der Grundlinie sowie die starken Aufschläge haben ihn dahin gebracht, wo er heute ist. Er verdient es, dort zu stehen“, betonte der „Djoker“.
Den etwas stärkeren Eindruck indes hat bislang die Nummer vier der Welt hinterlassen. Während Djokovic gegen Diego Schwartzman einen soliden Arbeitssieg einfuhr, konnte Medvedev die Form aus Paris-Bercy in der Neuauflage des Endspiels gegen Alexander Zverev konservieren.
Mit diesen Konstellationen ziehen Djokovic und „Meddy“ ins Halbfinale ein
Um vorzeitig ins Halbfinale einzuziehen, müsste der 24-Jährige gegen Djokovic gewinnen und auf einen Sieg von Zverev gegen Schwartzman (ab 15 Uhr live auf Sky) hoffen. Sollte Medvedev in zwei Sätzen gegen den Branchenprimus gewinnen, genügt ihm ein Dreisatzsieg des Argentiniers gegen Zverev ebenfalls zum Weiterkommen.
Bei Djokovic verhält es sich quasi umgekehrt. Im Fall eines Sieges gegen Medvedev und einer Niederlage des Deutschen gegen Schwartzman, ist der 33-Jährige weiter. Sollte „Nole“ in zwei Sätzen gegen Medvedev gewinnen und Zverev in drei Sätzen gegen Schwartman siegen, steht er ebenfalls im Halbfinale.
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