Das war nicht der Auftakt, den sich Alexander Zverev vorgestellt hatte. Mit einer höchstens mäßigen Leistung unterlag der Deutsche in seinem ersten Gruppenspiel bei den ATP Finals Daniil Medvedev mit 3:6, 4:6.
Fahriges Match folgt auf gutes Paris-Finale
Es war die Wiederauflage des Endspiels von Paris vor gerade einmal acht Tagen. In drei Sätzen hatte sich der fabelhaft aufgelegte Russe in einem hochklassigen Match knapp durchgesetzt und seinen ersten Titel der Saison gewonnen. In London sollte die Partie aber ganz anders verlaufen. Beide Spieler kamen trotz ihrer für gewöhnlich starken Aufschläge beim eigenen Service zunächst schlecht zurecht. Mit einem Doppelfehler schenkte Medvedev Zverev gleich im ersten Spiel das Break.
Doch auch bei Zverev gaben sich massive 230-km/h-Hammer und altbekannte Aufschlagprobleme die Klinke in die Hand. Mit gleich drei Doppelfehlern in Serie begünstigte der Hamburger das sofortige Rebreak. Auch in der Folge brachte das Service keinem der beiden echte Vorteile. Es entstanden viele lange und kräftezehrende Ballwechsel, ohne dass einer der Akteure sich einen entscheidenden Vorsprung erspielen konnte. Schließlich war es Zverev, der mit zwei weiteren Doppelfehlern das Break zum 4:2 nach bereits 41 gespielten Minuten abgeben musste. Wenig später brachte Medvedev den Satz mit 6:3 über die Ziellinie.
Medvedev behält die Nerven – Zverev unter Zugzwang
Auch im zweiten Durchgang dominierten viele Unsicherheiten die Ballwechsel, auch wenn jetzt der gebürtige Moskauer zunehmend überlegen wirkte. Auch Zverev blieb beim Return in Reichweite, konnte das Break aber nicht schaffen und musste nach einem leichten Vorhandfehler selber das Break zum 4:3 hinnehmen. Beim Ausservieren gab sich Medvedev kurz darauf keine Blöße und verwandelte zum 6:3, 6:4.
Damit hält der Weltranglistenvierte alle Karten zum Weiterkommen in der Hand. Novak Djokovic hatte bereits am Nachmittag das erste Spiel der Gruppe Tokio gegen Diego Schwartzman gewonnen und gilt als Favorit auf den Gruppensieg, während dem Argentinier höchstens Außenseiterchancen zugerechnet werden. Für „Sascha“ wird in den verbleibenden Partien nun eine große Leistungssteigerung notwendig sein.
(Bild © imago images / PanoramiC)




