Er ist der jüngste Spieler seines Landes, der jemals ein ATP-Endspiel erreicht hat. Und ist logischerweise der jüngste Spieler der Nation, der einen Turniersieg feiern darf.
Bereits im Vorfeld des Sofia-Endspiels war klar, dass es den sechsten „neuen“ Sieger in diesem Jahr geben wird. Denn sowohl Jannik Sinner als auch Vasek Pospisil fieberten dem ersten Siegerpokal entgegen. Für Pospisil war es nach den Finalniederlagen in Washington 2014 (gegen Milos Raonic) und Montpellier 2020 (gegen Gael Monfils) der dritte Versuch, ein Endspiel für sich zu entscheiden. Für Sinner der erste überhaupt.
Endspiel, dritter Satz, Tiebreak – der absolute Showdown
Doch davon zeigte sich der Italiener, wie von so vielen anderen Dingen, wieder einmal völlig unbeeindruckt. Nachdem der 19-Jährige direkt zum Auftakt noch drei Breakchancen ausgelassen hatte, schlug er nur kurz darauf zum 2:1 zu. Ein Vorsprung, den Sinner bis zur Satzführung nicht mehr aus der Hand gab. Nach einer Dreiviertelstunde hieß es 6:4 für den Weltranglisten-44.
Im zweiten Durchgang schien der leichte Favorit direkt daran anknüpfen zu können, holte sich das Break zum 1:0. Doch dieses Mal schlug Pospisil umgehend mit dem Rebreak zurück – und war danach eine Bank beim eigenen Aufschlag. Dreimal glatt zu Null, einmal zu 30 sowie ein weiteres, vorentscheidendes Break zum 4:2. Der Satzausgleich.
Der dritte Satz war dann – bis auf eine Ausnahme – eine komplett klare Angelegenheit für die jeweiligen Aufschläger. Lediglich auf dem Weg zum 1:0 musste in Jannik Sinner ein Akteur eine Breakchance abwehren, danach blieb bis zum finalen Tiebreak-Showdown alles in der Reihe. Spannender hätte dieses Endspiel in Sofia nicht enden können, als im absoluter Entscheider. Finale, dritter Durchgang, Tiebreak. Wer würde denn nun den Premierentitel feiern? Es war Sinner, der sich mit einem 7:3 zum 6:4, 3:6, 7:6 siegte.
Der November scheint zu Sinners Lieblingsmonat zu werden. Denn vor beinahe exakt einem Jahr – den 9. November 2019 – holte er sich die Trophäe bei den NextGen Finals in Mailand. Das Event der Nachwuchs-Stars zählt allerdings nicht offiziell zur Tour und wird damit auch nicht als ATP-Titel gewertet.
(Bild (c) imago images / Beautiful Sports)




