Die Formkurve von Daniil Medvedev zeigt endlich wieder steil nach oben. Passend zu den bevorstehenden ATP Finals in London ist der Russe zurück im Kreis der Titelanwärter. Nach durchwachsenen Wochen, in denen Medvedev bei seinen Turnierstarts nicht über die Runde der letzten acht hinausgekommen war, steht er beim Masters in Paris-Bercy im Halbfinale.
Der beeindruckend herausgespielte 6:3, 6:1-Erfolg am heutigen Freitag gegen Diego Schwartzman hat auch Auswirkungen auf die Weltrangliste. Dort zieht Medvedev am kommenden Montag an Roger Federer vorbei. Das ist gleichbedeutend mit Rang vier – der höchsten Platzierung, die der 24-Jährige bislang in seiner Karriere erreicht hat.
Medvedev lässt Formkrise hinter sich
Diese Entwicklung kommt durchaus überraschend. Der Vorjahresfinalist der US Open hatte im September in Flushing Meadows zwar erneut das Halbfinale erreicht, war danach aber in ein spürbares Formtief gerutscht. Die Erstrundenniederlagen in Roland Garros und Hamburg, ein Achtelfinalaus beim Heimturnier in St. Petersburg und die Viertelfinalpleite gegen Kevin Anderson in Wien sprachen nicht dafür, dass „Meddy“ im Saisonendspurt noch mal zulegen kann.
Wie schnell sich der Wind drehen kann, demonstriert der siebenfache ATP-Champion allerdings in dieser Woche in Paris. Gegen Milos Raonic oder Ugo Humbert geht Medvedev nun sogar als Favorit ins Halbfinale. Nach Cincinnati und Shanghai 2019 könnte er sich am Sonntag sogar den dritten Masters-Titel seiner Laufbahn sichern.
(Bild © imago images / ZUMA Press)




