Bitteres Aus für Dennis Novak! Die 1000 Zuschauer in der Wiener Stadthalle mussten am heutigen Montag eine schmerzhafte 7:6 (2), 4:6, 6:7 (6)-Erstrundenniederlage des Lokalmatadors gegen Kevin Anderson miterleben. Im alles entscheidenden Tiebreak vergab Novak drei Matchbälle.
Allerdings nicht gegen irgendwen. Der Südafrikaner ist kein unbeschriebenes Blatt in der österreichischen Hauptstadt. 2018 feierte der zweifache Grand-Slam-Finalist hier mit dem Turniersieg einen der größten Erfolge seiner Karriere.
Novak vergibt sicher geglaubten Sieg gegen ehemaligen Top-Ten-Mann
Unter den Augen von Kumpel und Doppelpartner Dominic Thiem war Novak im ersten Satz der solidere Spieler. Während dem Österreicher nur acht unerzwungene Fehler unterliefen, waren es bei Anderson in Durchgang eins deren 14. Dennoch hätte die ehemalige Nummer fünf der Welt den Satz gewinnen können.
Novak gelang es allerdings, beim Stand von 5:6 beide Chancen mit hervorragenden ersten Aufschlägen zunichtezumachen. Die Belohnung folgte im Tiebreak, den die rot-weiß-rote Nummer zwei deutlich mit 7-2 gewann.
Im zweiten Durchgang verlor Novak jedoch seinen Fokus. Nach dem doppelten Aufschlagverlust zum 2:3 und 2:5 kam er zwar noch mal auf 4:5 heran, den verdienten Satzausgleich konnte der Wildcard-Inhaber aber nicht mehr verhindern.
„Local Hero“ serviert Doppelfehler bei Matchball
Doch auch bei Anderson lief nicht alles rund. Der US-Open-Finalist von 2017 ließ den Physiotherapeut kommen, um sich während der Satzpause am operierten rechten Knie behandeln zu lassen. Kurz darauf folgte der große Knall: Ein Scheinwerfer in der Wiener Stadthalle hatte den Geist aufgegeben. Nachdem die Scherben vom Platz gefegt waren, zog Novak den Kopf mehrfach aus der Schlinge.
Insgesamt fünf abgewehrte Breakbälle in diesem Finaldurchgang waren der Schlüssel, um den nun formverbesserten 2,03-Meter-Hünen im Zaum zu halten. Folgerichtig musste die Entscheidung erneut im Tiebreak fallen. Dort versagten Novak die Nerven. Trotz 6:3-Führung gab er den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Vor allem der Doppelfehler bei eigenem Aufschlag tat richtig weh.
(Bild (c) imago images / GEPA pictures)




