Was für eine irre Statistik. Was für ein irres Tennisjahr. Obwohl sie Ende Februar ihr letztes Spiel auf der WTA-Tour absolvierte, wird Ashleigh Barty das Jahr 2020 an der Spitze der Weltrangliste beenden.
Erst vier Turniere in diesem Jahr
Ganze vier Turniere spielte die Australierin in diesem Jahr, zuletzt beim WTA-Premier-5 in Doha im Februar, als sie im Halbfinale an Petra Kvitova scheiterte. Zwar hatte Barty zuvor mit dem Turniersieg in Brisbane und der Halbfinal-Teilnahme bei den Australian Open noch ordentlich Punkte gesammelt, dass sie ohne ein weiteres Match aber den Platz an der Sonne behalten würde, hätte wohl niemand erwartet. Anfang März riss die Covid-19-Pandemie den (Tennis-)Alltag aus allen Wurzeln und zwang die Tour zur knapp fünfmonatigen Pause. Doch auch nach der Fortsetzung im August spielte Barty nicht weiter. Die Mischung aus mangelnden Trainingsmöglichkeiten während der Pandemie und Sorge vor einer Ansteckung bewegte die Australierin zum frühzeitigen Saisonende.
Da die Weltranglistenpunkte aus dem vergangenen Jahr aber bestehen bleiben und Konkurrentinnen wie etwa Simona Halep bei den French Open Punkte liegen ließen, bleibt die 24-Jährige bis mindestens zum Jahresende uneinholbar. Damit beendet Barty bereits die zweite Saison in Folge an der Spitze der Weltrangliste und wird zu Saisonbeginn 2021 bereits 69 Wochen (20 Wochen Corona-Pause) in Serie auf dem WTA-Thron sitzen. Länger residierte zuletzt Serena Williams (von Februar 2013 bis September 2016) auf Rang eins.
Andreescu: Ohne Match auf Rang sieben der Welt
Barty ist derweil nicht die einzige, die stark von den neuen Ranking-Regelungen profitiert. Bestes Beispiel: Bianca Andreescu. Die US-Open-Siegerin von 2019 spielte im gesamten Jahr 2020 verletzungsbedingt nicht ein einziges Match, beendet die Saison aber dennoch auf Rang sieben der Weltrangliste.
(Bild © imago images / ZUMA Wire)




