Stell dir vor, auf der anderen Seite des Netzes steht der Halbfinalist von Hamburg und Rom und du machst kurzen Prozess mit ihm. So geschehen am heutigen Donnerstagvormittag auf Sardinien. Dank einer überragenden Vorstellung steht Yannick Hanfmann im Viertelfinale des Sandplatzturniers in Cagliari. Der 28-jährige Karlsruher bezwang den deutlich höher eingeschätzten Norweger Casper Ruud mit 6:2, 6:1.
Die Nummer 25 der Welt und Nummer drei der Setzliste war chancenlos gegen das schnörkellose Offensivtennis des Deutschen. Hanfmann bestimmte von Beginn an den Takt. Nachdem er das Break im Auftaktspiel mit etwas Mühe bestätigt hatte, zog der Weltranglisten-101. schnell auf 4:1 davon. Damit war Satz eins fast schon in trockenen Tüchern. Da Ruud zu viele vermeidbare Fehler einstreute und Hanfmann 82 Prozent seiner Punkte über den ersten Aufschlag gewann, ging der Durchgang bereits nach 29 Minuten an den vermeintlichen Außenseiter.
Hanfmann gönnt Ruud nur drei Spiele
Von aufkommender Nervosität oder Angst vor dem Gewinnen war auch im zweiten Satz nichts zu spüren. Hanfmann, der die letzten zwei Matches auf Challenger-Ebene gegen Ruud verloren hatte, ließ den Skandinavier nicht mehr zurückkommen. Bei den Aufschlagspielen zum 3:1 und 5:1 musste der 1,93-Meter Mann zwar insgesamt vier Breakbälle abwehren, um den Serviceverlust kam er aber jeweils herum. Kurze Zeit später war die einseitige Partie vorbei.
Im Viertelfinale trifft Hanfmann auf den talentierten Italiener Lorenzo Musetti oder dessen Landsmann Andrea Pellegrino.
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