Paris-Aus! US-Wunderkind serviert sich selbst raus Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

Für Cori „Coco“ Gauff sind die French Open 2020 beendet. Im Duell mit der auf dem Platz lautstark agierenden Italienerin Martina Trevisan unterlag die junge US-Amerikanerin mit 6:4, 2:6, 5:7 – wobei ihre Gegnerin daran nicht einmal den allergrößten Anteil hatte.

Um es gleich vorwegzunehmen: Dass eine 16-jährige Tennisspielerin Leistungsschwankungen durchmacht, ist vollkommen normal. Und so wird „Coco“ auch aus diesem Zweitrunden-Match in Paris etwas lernen können – mit etwas Abstand natürlich. Denn mit ihrem Aufschlag konnte sie am Mittwochabend alles andere als zufrieden sein. Die erstaunlichen Zahlen: Gauff kassierte neun (!) Breaks und produzierte 19 Doppelfehler.

Kein gewonnenes Aufschlagspiel in Satz zwei

Zu Beginn sah es so aus, als könne die US-Amerikanerin locker in die dritte Runde marschieren, sie führte schnell deutlich mit 4:0. Zwar konnte sie den ersten Satz mit 6:4 knapp nach Hause bringen, doch bereits in dieser Phase deutete sich an, dass es nicht wirklich rund lief. In Durchgang zwei brachte sie nicht ein Aufschlagspiel durch, spielte ihrer italienischen Gegnerin so in die Karten.

Auch im entscheidenden Satz wackelte das Service des US-Wunderkindes bedenklich. Für den großen Aufreger sorgte jedoch Trevisan, die nach Ansicht der Schiedsrichterin einen falschen Abdruck eingekreist hatte – es wäre der Matchball für die Italienerin gewesen. Stattdessen kam Gauff noch einmal zurück – scheiterte bei 5:6 jedoch erneut an ihrem Aufschlag.

Die 16-jährige Gauff braucht nach der langen Corona-Pause offensichtlich etwas mehr Anlaufzeit. Zwar zeigte sie beim Vorbereitungsturnier in Lexington ordentliche Leistungen, musste bei den darauffolgenden Turnieren jedoch frühe Niederlagen hinnehmen. Bei den US Open war für sie in der ersten Runde Schluss, in Roland Garros also in Runde zwei (nach einem guten Auftakt am Sonntag gegen Johanna Konta).

(Bild: (c) imago images / ZUMA Wire)