Yannick Hanfmann steht im Finale von Kitzbühel. In einem umkämpften Match setzte sich der 28-Jährige gegen Laslo Djere mit 4:6, 6:3 und 7:6 durch. Für Hanfmann ist es nach dem Finaleinzug in Gstaad (2017) erst das zweite Endspiel auf ATP-Ebene.
Hanfmann erwischt Fehlstart
Hanfmann erwischte einen gebrauchten Start in das Match. Vielleicht etwas nervös ob der Tatsache, in sein zweites ATP-Finale einziehen zu können, kassierte der 28-Jährige direkt zum Auftakt ein Break. Zu wenig Rhythmus und zu viele Fehler brachten den Deutschen immer wieder unter Druck. Davon profitierte der grundsolide agierende Laslo Djere, der oft nur den Ball lange genug im Spiel halten musste, um mit einem Fehler von Hanfmann „belohnt“ zu werden. Da konnte der Serbe auch verkraften, dass er sein Anfangsbreak kurzzeitig wieder abgeben musste. Der Ausgleich von Yannick Hanfmann zum 2-beide wurde schnell wieder ein 2:3-Rückstand. Dieses Break reichte Djere für den 6:4-Satzgewinn.
Verbesserter Aufschlag bringt Umschwung
Hoffnung, das Match doch noch rumzureißen, konnte sich der Deutsche nur machen, wenn er wieder zu dem kraftvollen, variablen aber eben auch sicheren Spiel zurückfinden würde, dass ihn durch die Qualifikation bis ins Halbfinale gebracht hatte. Der 28-Jährige fand zurück und er fand vor allem auch mehr erste Aufschläge. Dank einer nun viel konzentrierteren Leistung und einer deutlichen Steigerung der Quote 1. Aufschläge von 46 Prozent (Satz 1) auf 59 Prozent (Satz 2) konnte Yannick Hanfmann nun mehr Druck ausüben. Das zeigte Wirkung bei Laslo Djere, der inzwischen nachgelassen hatte. Ein Break reichte Hanfmann, um unter dem begeisterten Applaus der Zuschauer in Kitzbühel mit 6:3 den Ausgleich herbeizuführen.
Im entscheidenden dritten Satz hatte sich das Niveau der beiden Spieler dann weitestgehend angeglichen. Daraus entwickelte sich ein enger Schlagabtausch um den Einzug ins Finale. Früh tauschten Hanfmann und Djere ein Aufschlagspiel ehe sich der Deutsche mit einem weiteren Break mit 5:4 absetzen konnte. Nur noch ein Spiel fehlte dem 28-Jährigen zum Sieg, doch nachdem er schon 40:15 in Front lag, bekam Yannick Hanfmann das Nervenflattern und kassierte das 5:5. Doch aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Der Deutsche rettete sich in den Tiebreak und machte dort dann den Matchgewinn mit 7:5 klar. Im Finale erwartet Yannick Hanfmann nun ein Duell gegen Miomir Kecmanovic oder Marc-Andrea Hüsler.
(Bild © imago images / Hasenkopf)




