Yannick Hanfmann hat in Kitzbühel das deutsche Duell mit Maximilian Marterer für sich entschieden. Im Viertelfinale besiegt er Marterer mit 6:2, 7:5 und steht zum ersten Mal seit 2017 wieder im Halbfinale eines Turniers auf ATP-Ebene.
Hanfmann war im gesamten Match der bessere Spieler. Vom ersten Punkt an aufmerksam, ließ er seinem Gegner besonders im ersten Satz wenig Raum zur Entfaltung. Gute Aufschläge, ein variabler Punktaufbau sowie die immer wieder eingestreuten Stops stellten Maximilian Marterer vor große Probleme. Der 25-Jährige hatte anders als Hanfmann zunächst noch kaum einen Rhythmus und musste sich zurecht im ersten Durchgang mit 2:6 beugen.
Im zweiten Satz wurde die Partie dann ausgeglichener. Marterer fand immer mehr zu seinem Spiel und konnte ein völlig gebrauchtes Spiel von Yannick Hanfmann zur kurzeitigen 4:2-Führung nutzen. Doch Hanfmann korrigierte die Schwächephase schnell, holte sich das Break direkt zurück und leitete damit den Matchgewinn ein. Mental durch den direkten Verlust des Breaks beeinflusst, fiel Marterer wieder in sein wackeliges Spiel aus dem ersten Satz zurück und konnte die Niederlage nach einem erneuten Break nicht mehr abwenden.
Dennoch ist das Turnier für beide Spieler ein voller Erfolg. Sowohl Yannick Hanfmann als auch Maximilian Marterer haben sich durch die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt und auf dem Weg ins Viertelfinale gute Gegner schlagen können. Marterer, der derzeit auf Rang 337 geführt wird, kann dank der in Kitzbühel erspielten Punkte wieder in die Top 300 einziehen. Auch Hanfmann wird im Ranking Boden gut machen. Wie weit er kommt, hängt von seiner weiteren Performance im Turnier ab. Im Halbfinale trifft der 28-Jährige entweder auf Laslo Djere oder Diego Schwartzman.
(Bild © imago images / Hasenkopf)




