So langsam gehen Angelique Kerber die Argumente für ihr Tiefstapeln aus. Denn beim dritten glatten Zweisatz-Sieg in Serie zeigte die DTB-Akteurin eine wirklich überzeugende Vorstellung.
Voll des – teils schon überschwänglichen – Lobes war Barbara Rittner am TV-Mikro. Sie sah unter anderem eine „Angie wie in früheren Zeiten“ und sagte dann auch abschließend: „So gehört sie definitiv zum Favoritenkreis.“ Worte, die Kerber eventuell gar nicht so gerne hören wird, versucht sie es doch dieser Tage in New York immer wieder mit der „Von-Spiel-zu-Spiel-schauen“-Floskel. Doch selbst die Twitter-Zuständigen der US Open sahen ein Match „wie in den alten Zeiten.“
Ein Lob für die Gegnerin
Doch „Angie“ wäre nicht „Angie“, wenn sie nicht als allererstes der jungen Gegnerin Ann Li ihren Respekt gezollt hätte: „Es war ein hartes Match, sie hat sehr gut gespielt. Besonders ihre Vorhand ist super.“ Ähnliches wird auch für die kommende Kontrahentin gelten, im Achtelfinale geht es für Kerber gegen die Amerikanerin Jennifer Brady.
Doch vorrangig will die Weltranglisten-23. auf sich selbst schauen. Und zieht dafür die Vergangenheit als Motivation zur Seite: „Das hier ist ein spezieller Ort für mich“, sagte die Turniersiegerin von 2016. Und schob nach: „Ich versuche, meine Energie daraus zu ziehen, mich so zu motivieren. Ich fühle mich gut und genieße mein Tennis.“ Gelang bisher dreimal hervorragend, am Sonntag soll dann der vierte Streich folgen.
(Bild (c) imago images / GEPA pictures)




