Mit einigem Zittern ist Alexander Zverev bei den US Open in die vierte Runde eingezogen. Gegen Adrian Mannarino setzte „Sascha“ sich mit 6 (4):7, 6:4, 6:2, 6:2 durch.
Zverevs Fehlerfestival kostet ihn Satzrückstand
Selten hat es um einem Grand-Slam-Match derart viel Verwirrung gegeben. Ursprünglich im dritten Spiel nach 17 Uhr im Louis Armstrong Stadium angesetzt, wartete man eben dann vergeblich auf „Sascha“ und seinen französischen Kontrahenten. Mannarino gehört zu den Spielern, die mit dem positiv auf Covid-19 getesteten Benoit Paire in Kontakt gewesen waren, was beinahe zu einer Absage des Drittrundenmatches geführt hätte.
Mit etwas Verspätung ging es dann um kurz nach 23 Uhr doch los – endlich stand der Sport wieder im Vordergrund. Mit dem unangenehm variierenden Mannarino bekam der DTB-Profi von Beginn an Rhythmus-Probleme. Das erste Break zum 4:2 gehörte der Nummer 32 der Setzliste, doch Zverev schlug postwendend zum Ausgleich zurück. Erst im Tiebreak fand der erste Durchgang mit einem starken Return-Winner Mannarinos eine Entscheidung. Wesentlich schwerer fielen dabei aus Zverevs Sicht allerdings die bereits 26 (!) unerzwungenen Fehler – darunter sieben Doppelfehler – ins Gewicht.
Wie schon gegen Nakashima: Zverev wird stabiler
„Ich hoffe er wird das noch umbiegen können“, kommentierte Mischa im Videotalk mit Eurosport in der Satzpause. „Der erste Satz lief nicht nach Plan. Es sieht ein bisschen so aus, als ob er nicht wirklich vorbereitet war. Diese lange Wartezeit, das lange hin und her.“ Im zweiten Durchgang stabilisierte sich Zverev sichtlich, reduzierte die Fehlerquote und servierte nur einen Doppelfehler. Eine Drucksituation bei 3:3 0:30 meisterte er bravourös, unter anderem mit einem satten 134-Meilen-pro-Stunde-Ass. Kurz darauf bewies der Hamburger erneut Nervenstärke zur wichtigen Zeit. Wie aus dem Nichts erspielte sich Zverev zwei Satzbälle bei 4:5, letzteren verwandelte er zum 6:4-Satzausgleich.
Im dritten Satz gelang es der deutschen Nummer eins, an den Erfolg anzuknüpfen und ein weiteres Break nachzulegen. Zwar musste er sein Service wenig später selbst abgeben, doch Zverev behielt das letzte Wort und breakte zum 4:2 erneut und dieses Mal entscheidend. Mit 6:2 entschied der Weltranglistensiebte den dritten Durchgang wenig später ebenfalls für sich. Wie schon in der zweiten Runde gegen Brandon Nakashima zeigte „Sascha“ nach verkorkstem Beginn nun eine immer bessere Leistung. Im vierten Satz riss Zverev die Kontrolle endgültig an sich. Das schnelle Break zum 3:1 stellte die Weichen auf Sieg, den „Sascha“ nur Minuten später mit einem weiteren Break zum 6:2 eintütete.
Spanischer Youngster wartet in Runde vier
In der vierten Runde geht es für Zverev am Sonntag gegen Alejandro Davidovich Fokina. Der 21-jährige Nachwuchsstar aus Spanien zeigte sich in den ersten Runden sehr formstark und behielt gegen Dennis Novak, Hubert Hurkacz und Cameron Norrie die Oberhand.
(Bild (c) imago images / AAP)




