Mit einer einfachen Auslosung wurde Laura Siegemund bei den Western & Southern Open nicht verwöhnt. Nach ihrem bemerkenswerten Auftaktsieg gegen die French-Open-Finalistin von 2019 Marketa Vondrousova bekam es die Deutsche in Runde zwei ebenfalls mit einer früheren Grand-Slam-Finalistin zu tun: Vera Zvonareva.
Die besten Zeiten der Russin, die 2010 in Wimbledon und New York jeweils das Endspiel erreicht hatte, liegen zwar schon länger zurück. Dass Zvonareva allerdings immer noch auf höchstem Niveau agieren kann, machte sie am heutigen Montag in New York deutlich.
Siegemund wird von Zvonareva überrollt
Siegemund musste eine herbe 1:6, 1:6-Schlappe gegen die ehemalige Nummer zwei der Welt hinnehmen. Beim von Cincinnati nach Flushing Meadows verlegten Premier-5-Turnier wurde die 32-jährige Filderstädterin förmlich von der kompromisslos aufspielenden Zvonareva überrollt. Vor allem der harmlose zweite Aufschlag Siegemunds war ein gefundenes Fressen für die aktuelle Nummer 270 der Welt.
Zvonareva gewann im ersten Satz über 70 Prozent der Punkte, wenn die DTB-Akteurin das zweite Service benötigte. Hinzu kamen viele unnötige Vorhandfehler der Stuttgart-Siegerin von 2017, die der Russin den ersten Durchgang im Duell der Qualifikantinnen auf dem Silbertablett servierte.
Wer auf ein Aufbäumen im zweiten Satz hoffte, wurde enttäuscht. Siegemund lag schnell mit 0:4 zurück. Die Schwäbin leistete zwar etwas mehr Gegenwehr als zu Beginn, eine echte Chance auf ein Comeback hatte sie aber nie. Damit ist die einzige deutsche Teilnehmerin in New York ausgeschieden. Zvonareva bekommt es im Achtelfinale mit der Britin Johanna Konta zu tun.
Pliskova und Kenin bereits raus
Auch die beiden topgesetzten Spielerinnen des Turniers, Karolina Pliskova und Sofia Kenin, sind bereits draußen. Während die Tschechin am Sonntag 5:7, 4:6 gegen Veronika Kudermetova verlor, musste sich die US-Amerikanerin mit 1:6, 6:7 (7) Alizé Cornet beugen.
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