Görges: „Wenn ich nur eingesperrt bin, ist es nicht … mein Beruf“ Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

Wohl dem, der seinen Beruf nicht aufgrund von Zwängen, sondern mit Freude ausüben kann. Julia Görges ist so ein Mensch. Die Wimbledon-Halbfinalistin von 2018 lässt sich nicht vom aktuellen Wirrwarr rund um den Neustart der Tour anstecken. Am Rande der bett1ACES in Berlin sprach „Jule“ mit myTennis-Reporter Matthias Stach über das Profitennis in Zeiten des Coronavirus.

„Finde mein Leben gerade sehr, sehr schön“

Dabei wirkte „Jule“ ausgesprochen entspannt. „Ich lasse mich überraschen, was das Jahr bringt. Ich finde mein Leben gerade sehr, sehr schön. Wenn ich in diesem Jahr WTA-Turniere spiele, ist das okay für mich, aber nur unter gewissem Vorbehalt. Nicht irgendwas Gekrampftes unter dem Motto: ‚Ich muss, ich muss, ich muss.‘ Sondern dass ich hingehe und meinen Beruf mit Spaß genießen kann.“

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Einer möglichen Reise zu den US Open blickt die 31-Jährige aus Bad Oldesloe dementsprechend zurückhaltend entgegen. „Wenn ich nur eingesperrt bin, ist es nicht das, was ich mir unter meinem Beruf vorstelle“, sagte Görges hinsichtlich der geplanten „Bubble“ in New York. Die Profis sollen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen nur zwischen Spielerhotel und Anlage pendeln, um das Risiko einer Ansteckung mit COVID-19 zu minimieren.

Petkovic holt sich „Hexenschuss“

Auch DTB-Kollegin Andrea Petkovic hat ihre Zweifel, ob ein Start bei den US Open Sinn macht. Die Eltern der 32-jährigen Darmstädterin sind sogar strikt dagegen. Dennoch trainierte „Petko“ zuletzt wie eine Besessene auf den Ernstfall hin. Dabei habe sie „zum ersten Mal gemerkt, wie ungesund Tennis ist.“ Was Petkovic damit meint und welchen Freizeitaktivitäten sich Angelique Kerber während der Corona-Pause gewidmet hat, seht ihr in Stachis neuer Wochenschau.

(Bild © imago images / Jan Huebner)