Siegemunds Siegesserie gegen 16-Jährige gerissen Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

Laura Siegemund war mit blütenweißer Weste zur Endrunde der German Ladies‘ Series nach Versmold gereist. Die 32-jährige Topfavoritin hatte alle vier Matches bei der Vorausscheidung in Darmstadt und insgesamt sogar zwölf Matches auf Sand in Folge gewonnen und sich somit souverän fürs Finale qualifiziert.

Dort spielte ihr der angeschlagene Körper einen Streich. Während ihrer Auftaktpartie gegen Landsfrau Nastasja Schunk musste sich Siegemund beim Stand von 2:6, 0:2 minutenlang behandeln lassen. Die frühere Stuttgart-Siegerin wirkte so erschöpft, dass sie sich mit den Händen tief in die Knie stützen musste.

Siegemund gibt 5:2-Führung aus der Hand

Nach der Behandlungspause wendete sich das Blatt allerdings überraschend. Siegemund machte plötzlich ungeahnte Kräfte frei und sicherte sich die nächsten fünf Spiele in Folge. Doch wie gewonnen, so zerronnen: Zahlreiche unerzwungene Fehler der Schwäbin hievten ihre 16 Jahre jüngere Gegnerin zurück in Satz zwei. Im entscheidenden Tiebreak hatte Schunk aufgrund ihrer Nervenstärke die Nase vorn. Es war eine bemerkenswerte Leistung des Teenagers, der am Ende mit 6:2, 7:6 (6) gewann.

Außer Siegemund und Schunk sind noch Anna Zaja und Tamara Korpatsch in Versmold am Start. Anna-Lena Friedsam (Verletzung) und Katharina Gerlach (Krankheit) musste kurzfristig ihre Teilnahme absagen.

Und so wird die Gesamtsiegerin ermittelt:

An den ersten drei Turniertagen spielen die Finalistinnen im Gruppenmodus „Jede-gegen-Jede“, bevor der Finalsonntag die endgültige Entscheidung bringt. Die ersten beiden des Tableaus ermitteln die Gesamtsiegerin, den dritten Platz machen die Dritt- und Viertplatzierte aus der Gruppenphase aus. Wie beim Halbfinale in Darmstadt werden auch zum Finale in Versmold täglich 100 Zuschauer zugelassen, womit die Veranstalter unter der maximal von den Behörden erlaubten Zuschauerzahl bleiben.

(Bild © imago images / ZUMA Wire)