Imposanter kann eine Kulisse für ein Tennismatch kaum sein. Mit Blick auf den „Rosinenbomber“ auf dem Rollfeld des altehrwürdigen Flughafens Tempelhof entwickelte sich eine sehenswerte Auftaktpartie des zweiten Teils der bett1ACES in Berlin.
Im ersten Viertelfinale des Hartplatz-Showevents setzte sich NextGen-Champion Jannik Sinner mit 6:3, 7:6 (3) gegen Karen Khachanov durch. Nachdem beide Spieler in Luxuslimousinen vorgefahren wurden, zeigte der 18-jährige Italiener seinem sechs Jahre älteren Kontrahenten zunächst deutlich die Grenzen auf.
Sinner brilliert mit der Rückhand
Während Khachanov noch nach dem richtigen Timing suchte und viele unerzwungene Fehler produzierte, verblüffte Sinner mit seiner schnörkellosen beidhändigen Rückhand. Das Break zum 3:1 bestätigte der Rotschopf mit seinem Paradeschlag die Linie entlang. Da der Russe auch in der Folge kaum Druck als Returnspieler erzeugen konnte, ging Satz eins nach 27 Minuten souverän an die Nummer 73 der Welt.
In dieser Tonart sollte es allerdings nicht weitergehen. Khachanov hatte im zweiten Durchgang sein Visier besser eingestellt. Der Sieger des Paris-Masters von 2018 verwickelte Sinner nun in viele enge Aufschlagspiele, ohne jedoch seine Breakchancen konsequent zu nutzen. So entwickelte sich ein spannendes Auf und Ab, welches verdientermaßen in den Tiebreak mündete. Dort war Sinner wieder den entscheidenden Tick fokussierter. Mit einem Lächeln auf den Lippen machte der sympathische Südtiroler den Sack zu.
„Die Aussicht war überragend“
„Es kommt auf die wichtigen Punkte an, wenn man gegen so einen Weltklassespieler spielt. Ich mag es, genauso in der Halle zu spielen wie er. Die Aussicht hier ist wirklich überragend“, strahlte der Youngster nach dem Match.
Im Halbfinale trifft Sinner am Samstag auf den spanischen Routinier Roberto Bautista Agut, der aufgrund seiner Setzung kampflos in der Vorschlussrunde steht.
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