Irre Statistik: 3:1-Siege – aber 45:47-Spiele Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

Aus Statistiken lassen sich häufig eindeutige Rückschlüsse ziehen. Wer mehr Spiele holt, der gewinnt auch ein Match – das ist in den meisten Fällen die logische Konsequenz. Im direkten Vergleich zwischen Petra Kvitova und Madison Brengle wird diese simple Rechnung jedoch ad absurdum geführt.

Irre Statistik begann beim Turnier in Stuttgart

Die US-Amerikanerin konnte bislang drei von vier Duellen für sich entscheiden, obwohl sie insgesamt zwei Spiele (45:47) weniger holte als die Tschechin. Nicht zuletzt aufgrund dieser irren Bilanz zählt die aktuelle Nummer 79 der Welt zu den Angstgegnerinnen der Nummer zwölf der Welt.

Die besondere Geschichte zwischen Petra Kvitova und Madison Brengle begann im April 2015 beim WTA-Turnier in Stuttgart. Damals trafen die beiden in der zweiten Runde aufeinander und die Außenseiterin setzte sich überraschend in zwei Sätzen (6:3, 7:6) durch.

6:0 im ersten Satz – dennoch verloren

Besonders kurios verlief das zweite Match im Februar 2016. In Dubai duellierten sich die beiden erneut in der zweiten Runde und dieses Mal schien Petra Kvitova nach einem 6:0 im ersten Satz klar auf der Siegerstraße zu sein. Doch die 1,68 Meter „kleine“ US-Amerikanerin kämpfte sich zurück und gewann doch noch in drei Sätzen (0:6, 7:6, 6:3).

Sieben Monate später gab es die Revanche. In der ersten Runde des WTA-Turniers in Osaka ließ die Favoritin nichts anbrennen und siegte souverän mit 6:3 und 6:3.

Schockmoment in Wimbledon

Die größte Überraschung gelang Madison Brengle ausgerechnet in Wimbledon. An jenen Ort, an dem Petra Kvitova ihre größten Erfolge feierte und normalerweise besonders stark aufspielt. Doch 2017 war alles anders. Bei für Wimbledon ungewöhnlich warmem Wetter kam die US-Amerikanerin besser mit den Bedingungen zurecht und warf die zweimalige Siegerin überraschend aus dem Turnier. Es war ein Schockmoment sowohl für die Buchmacher als auch viele Fans, die Kvitova nach ihrem Sieg beim Vorbereitungsturnier in Birmingham zu den heißen Titelaspirantinnen zählten.

Bei ihrem Dreisatzerfolg (6:3,1:6, 6:2) profitierte die Außenseiterin aber auch von der körperlichen Probleme ihrer Gegnerinnen. Ihre Gegnerin war erst wenige Monate zuvor auf die WTA-Tour zurückgekehrt, nachdem sie nach einer Messerattacke und einer daraus resultierenden schweren Handverletzung lange pausieren musste.

(Bild (c) imago images / ZUMA Press)