Wimbledon seit 17 (!) Jahren gegen Pandemie versichert Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

Es war der nächste Rückschlag für die Tennis-Fans. Vor einer Woche mussten auch die Wimbledon-Veranstalter bekanntgeben, dass in diesem Jahr nicht gespielt werden kann. Kein Heiliger Rasen, kein Roger auf dem Grün, kein Grand-Slam-Feeling.

Doch wie jetzt herauskam, waren die Organisatoren vom All England Lawn Tennis Club gegen eine Pandemie, wie es das Coronavirus darstellt, versichert. Und zwar bereits seit 17 Jahren!

1,7 Mio. Euro im Jahr gezahlt – nun über 100 Mio. Euro Anspruch

Im Jahr 2003 wütete mit SARS eine gravierende Infektionskrankheit. Damals schlossen die AELTC-Verantwortlichen eine Versicherungspolice in Form einer „Virusklausel“ ab. Diese kostete umgerechnet 1,7 Millionen Euro im Jahr – und bringt nun, auf Grund der Corona-Absage, einen Anspruch von knapp 114 Millionen Euro.

Der scheidende Vorstandsvorsitzende Richard Lewis warnte dennoch, dass Wimbledon trotz der guten Police einen finanziellen Schlag erleiden würde: „Die Versicherung wird dazu beitragen, den Verlust in Grenzen zu halten. Natürlich haben wir jetzt das Glück, diese Versicherung zu haben, und das hilft, aber es löst nicht alle Probleme.“

Merchandising- und Lebensmitteleinnahmen würden genauso wegbrechen wie TV-Gelder. Dennoch war die „Virusklausel“ rückblickend Gold wert.

(Bild (c) imago images / Sven Simon)