Die Tenniswelt ist im Ausnahmezustand. Aufgrund der Corona-Pandemie pausieren die ATP- und WTA-Tour bis mindestens 13. Juli. Keine Turniere, kein Tennis – eigentlich. Denn wie die Mutua Madrid Open nun bekannt gaben, soll ihr Event dennoch steigen, wenn auch „nur“ virtuell. Unter dem Namen „Mutua Madrid Open Virtual Pro“ soll ein digitaler Nachbau des ATP Masters und des WTA Premier Mandatory ausgespielt werden.
„Seitdem wir angekündigt haben, dass die Mutua Madrid Open nicht zum geplanten Terminen stattfinden werden, haben wir an Ideen gearbeitet, wie wir das Tennis zu den Fans bringen können“, wird Turnierdirektor Feliciano Lopez in einer Pressemeldung zum Event zitiert. „[Mit den Mutua Madrid Open Virtual Pro] haben wir ein Turnier für die Profilspieler organisiert, dass den herkömmlichen Mutua Madrid Open so getreu wie möglich ist, ohne dass die Spieler ihr zu Hause verlassen müssen. Das Ziel des Turnier ist nicht nur zu unterhalten, sondern wir wollen damit in diesen so schweren Zeiten unseren Beitrag leisten.“
Schläger gegen Spielkonsole tauschen
Die ganz genauen Rahmenbedingungen sowie die Namen der Teilnehmer des virtuellen Turniers sind noch nicht bekannt gegeben. Klar ist aber, dass die größten ATP- und WTA-Stars in einem digital nachgebauten Manolo-Santana-Stadion aufeinandertreffen werden. Plattform des ganzen ist das Videospiel Tennis World Tour. Da heißt es dann, den Schläger gegen den Controller tauschen.
Vom 27. bis 30. April soll das Turnier ausgetragen werden. Es wird zwei Draws geben, eines für die ATP und eines für die WTA. Die Draws bestehen jeweils aus 16 Profis, die zunächst in vier Gruppen eingeteilt sind. In den Gruppen wird gegeneinander gespielt. Die vier Sieger sowie die vier Zweitplatzierten jeder Gruppe steigen dann ins Viertelfinale auf. Von dort an geht es per Knock-Out weiter ins Halbfinale und Finale.
Geld für einen guten Zweck
Das Turnier soll aber nicht nur für Unterhaltung in den tennisfreien Zeiten sorgen, sondern verfolgt auch einen guten Zweck. Denn mit dem Event soll Geld gesammelt werden, dass dann Spielerinnen und Spielern zugute kommt, die durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen finanziellen Ausfällen in Not geraten sind.
Je Draw werden 150.000 Euro ausgelobt. Der Sieger bzw. die Siegerin können dann entscheiden, was sie davon an Tenniskollegen spenden wollen, die aufgrund des derzeitigen Stillstandes finanziell leiden. Weitere 50.000 Euro sollen gespendet werden, um die sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu mindern.
Die Fans werden das Turnier online, im TV und auf den Social Media-Kanälen verfolgen können. Die Matches sollen kommentiert werden und es sind Analysen, Highlight-Programme und Siegerinterviews geplant. Zudem wird es auch Charity-Matches zwischen den Tennisstars und Profis aus der Gaming-Welt geben.
(Bild © imago images / PanoramiC / Antoine Couvercelle)




