Großartig, Anna-Lena. Einfach großartig. Die DTB-Akteurin zeigte im Viertelfinale eine Willensleistung par excellence.
Gegen die Slowakin Viktoria Kuzmova war schon im Vorfeld eine ausgeglichene Begegnung erwartet worden. Aber besonders im zweiten Durchgang trieben es die beiden Akteurinnen auf die Spitze, dieser dauerte weit über eine Stunde. Am Ende behielt schließlich Friedsam nach fast zweieinhalb Stunden Spielzeit mit 3:6, 7:6, 6:2 die Oberhand.
Noch ein Sieg – und Friedsam klopft an den Top 100
Der Start verlief alles andere als verheißungsvoll. Die Deutsche machte im ersten Satz zu viele Fehler, gab den Durchgang folgerichtig glatt und schnell ab. Danach entwickelte sich ein Marathon-Satz. Friedsam breakte zum 3:1, Kuzmova schaffte direkt das Rebreak. Bis zum 6:6 hatte Anna-Lena weitere sieben Breakbälle – darunter dreimal Satzball -, ließ aber alle Möglichkeiten liegen. Im Tiebreak schlug sie dann allerdings zu. Aus einem 3:4-Rückstand machte die Nummer 136 der Welt ein 7:4.
Im dritten Satz zeigte sich Kuzmova anfangs gut von dem Ausgleich erholt, ging mit 2:0 in Führung. Friedsams Antwort? Überragend! Mit sechs Spielen in Serie holte sie sich den Sieg.
Als Gegnerin im Halbfinale wartet nun Daria Kassatkina, die sich mit 6:2, 4:6, 6:2 gegen Camila Giorgi durchsetzen konnte. Mit einem weiteren Erfolg würde Friedsam wieder an der Tür zu den Top 100 klopfen.
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