Findet der Amerikaner Jack Sock (ATP 768) wieder zurück in die Erfolgsspur? Beim hervorragend besetzten Challenger in Indian Wells zeigt er jedenfalls Anzeichen einer sportlichen Wiederauferstehung. Auch sein drittes Match in Folge konnte er siegreich gestalten. Gegen den Russen Evgeny Donskoy (ATP 115) gab es ein hart umkämpftes 6:4, 4:6, 7:6 (3).
Sock mit Kampfansage an die Zweifler
Schon nach seinem Auftakterfolg über den Japaner Uchida und seinem überraschenden Sieg in Runde zwei des Turniers gegen den Top-50-Mann Hugo Humbert (Frankreich) hatte Sock auch medial ein Zeichen gesetzt und seine Zweifler per Instagram-Post und entsprechenden Emojis aufgefordert, sich in Stille zu üben. Jetzt ließ er diesen Ansagen eine weitere Tat folgen.
Vom Masters Sieg zurück zu null Weltranglistenpunkten in zwei Jahren
Zweifel am weiteren sportlichen Weg des 27-Jährigen waren aber in den letzten beiden Jahren durchaus angebracht. Nachdem er noch 2017 das Masters-Event von Paris für sich entscheiden konnte und anschließend bei den Tour Finals bis ins Halbfinale vordrang, bekam er in der Folge – obwohl er im Doppel immer wieder sehr erfolgreich agierte – im Einzel kaum noch ein Bein auf den Boden. Erst plagten ihn Verletzungssorgen, dann schien Sock auch nicht immer einen vollkommen austrainierten Eindruck zu machen. Seine sportliche Talfahrt manifestierte sich schließlich sogar im Verlust aller Weltranglistenpunkte. Am 4. November des letzten Jahres war der US-Profi sportlich ganz unten angekommen, wurde mit null Punkten nicht mehr in der Rangliste geführt. Dieser Zustand gehört erst seit zwei Wochen wieder der Vergangenheit an und es langsam scheint so, als könnte sich der Mann mit dem extremen Vorhandgriff tatsächlich wieder berappeln.
Heute zeigt Sock Nervenstärke
Heute bewies er auch Kampfkraft und Nervenstärke, denn in einem dritten Durchgang, in dem Gegner Donskoy lange die größeren Reserven zu haben schien, lies er sich auch von einem scheinbar vorentscheidenden Break für den Russen zum 5:4 nicht aufhalten. Sock kam zurück, holte sich den Ausgleich und schließlich die gesamte Partie im Tiebreak mit 7-3.
Im Viertelfinale könnte es jetzt zu einem interessanten Duell mit dem italienischen Youngster Jannik Sinner kommen, der sich aber seinerseits erst noch gegen Denis Kudla aus den USA durchsetzen muss.
(Bild: (c) imago images / ZUMA Press)




