Ashleigh Barty (WTA 1) hat bei ihrem ersten Auftritt seit den Australian Open in Doha erfolgreich ins Turniertennis zurückgefunden. Nach Freilos in Runde eins besiegte die Australierin in der zweiten Runde die deutsche Qualifikantin Laura Siegemund mit 6:3, 6:2.
Das Duell zweier variantenreicher Spielerinnen
Wenn Kritik am Damentennis laut wird, geht es oft um einen Mangel an Variabilität und stumpfes Grundlinien-Gebolze. Ein Match zwischen Asleigh Barty und Laura Siegemund ist aber grundsätzlich nicht in der Gefahr, in dieser Hinsicht zum Verdachtsfall zu werden. Und so war es auch heute. Barty und Siegemund machten von Beginn an deutlich, dass sie gewillt waren, ihre vielfältigen technischen und taktischen Mittel im Kampf um den Sieg einzusetzen.
Es entwickelte sich ein munteres Duell auf gutem spielerischen Niveau. Nicht nur die Weltranglistenerste, sondern auch die Nummer 68 der Rangliste aus Deutschland war sofort im Spiel, mixte diverse Schlagvariationen und suchte auch immer wieder ihr Heil am Netz.
Barty zieht nach ausgeglichenem Beginn davon
Mit einer 3:2-Führung im Rücken schlug dann aber die Weltranglistenerste aus Australien erstmals entscheidend zu. Unfreiwillig assistiert von einer Laura Siegemund, die nun den einen oder anderen Fehler zu viel im Schlag-Portfolio hatte, kam sie zu einem ersten Break. Nachdem Siegemund dann anschließend noch drei eigene Breakchancen in Folge liegen ließ, war aus einer eigentlich ausgeglichenen Partie unnötig schnell ein klares 5:2 für Barty entstanden. Aus diesem Rückstand konnte sich die Deutsche nicht mehr befreien, nach 35 Minuten fuhr Barty den Satz mit 6:3 ein.
Siegemund zu wackelig beim eigenen Aufschlag
Als danach zu Beginn des zweiten Durchgangs sofort das nächste Break für die French-Open-Siegerin des Vorjahres folgte, sah vieles nach einem nun glatten Durchmarsch aus. Im Gegensatz zu Satz eins gelang Siegemund aber diesmal der direkte Konter mit dem Rebreak. Die Augenhöhe in Bezug auf den Spielstand sollte aber leider eine kurze Momentaufnahme bleiben. Barty holte sich die nächsten beiden Aufschlagspiele Siegemunds in Folge, auch weil diese heute öfter mal Schwierigkeiten zu haben schien, beim Aufschlag Ballwurf und Bewegung zu koordinieren.
Obwohl Siegemund sich mühte, immer wieder gute Ansätze zeigte und auch selbst noch einmal erfolgreich in Sachen Break wurde, war das zuviel der Hypothek für die deutsche Fed-Cup-Spielerin. Nach einer Stunde und 14 Minuten Spielzeit konnte Ash Barty ein Match, das enger verlief als es das 6:3, 6:2 aussagt, erfolgreich abschließen.
(Bild: (c) imago images / Schreyer)




