Für Kevin Krawietz läuft es in diesem Jahr auch mit neuem Partner sportlich nicht rund. An der Seite seines französischen Doppelpartners Nicolas Mahut musste sich der Deutsche im Viertelfinale des ATP-Turniers in Montpellier Mate Pavic und Nikola Cacic in zwei Sätzen (4:6, 5:7) geschlagen geben. Besonders bitter: im zweiten Durchgang gaben die an Nummer eins gesetzten Krawietz und Mahut einen satten Vorsprung aus der Hand und schafften es nicht, den Satz bei 5:4 und eigenem Aufschlag für sich zu entscheiden. Stattdessen verloren die beiden völlig den Faden und den zweiten Satz mit 5:7.
Beim Turnier an der französischen Mittelmeerküste trat Krawietz nicht mit seinem gewohnten Partner Andreas Mies an, sondern überraschenderweise mit dem französischen Doppelspezialisten Nicolas Mahut. Keine schlechte Wahl, wenn man sich die Erfolge des 38-Jährigen anschaut. 28 Doppeltitel holte er in seiner langen Karriere, die meisten mit seinem kongenialen Partner Pierre-Hugues Herbert. Die beiden Franzosen schafften das seltene Kunststück, bei allen vier Grand-Slam-Turnieren zu triumphieren. Weitere Titel holte der Rechtshänder mit seinen Landsmännern Edouard Roger-Vasselin, Julien Benneteau, Michael Llodra und Arnaud Clement. Nun ging er erstmals mit dem Deutschen auf Titeljagd, der 2019 die French Open gewinnen konnte.
Legendäres Marathonmatch gegen John Isner
Weltweite Berühmtheit erlangte Mahut jedoch im Einzel. Am 24. Juni 2010 lieferten sich Mahut und der US-Amerikaner John Isner ein historisches Match in Wimbledon. Nach insgesamt elf Stunden und fünf Minuten verlor der Franzose das Match mit 4:6, 6:3, 7:6, 6:7, 68:70. Der legendäre fünfte Satz brachte erst nach 138 Spielen die Entscheidung zugunsten des US-Amerikaners.
Die guten Leistungen in Wimbledon überraschen nicht, denn Mahut ist ein ausgewiesener Rasenspezialist. Seine vier Turniersiege im Einzel holte er allesamt auf dem grünen Untergrund. Dreimal gewann er das Turnier von s-Hertogenbosch, einmal siegte er in Newport.
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