Ehemalige Nummer 1 aus der Versenkung wieder da Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

Garbine Muguruza (WTA 32) setzt ihren Weg zurück in die absolute Weltspitze bei den Australian Open sehr erfolgreich fort. Mit einem 7:5, 6:3 über die Russin Anastasia Pavlyuchenkova (WTA 30) zog die Spanierin erstmals in ihrer Karriere in das Halbfinale der Australian Open ein und fordert dort die rumänische Wimbledonsiegerin Simona Halep heraus. Die hatte zuvor überhaupt keine Schwierigkeiten, Anett Kontaveit mit 6:1, 6:1 zu besiegen.

Muguruza weniger dominant als gegen Svitolina und Bertens

Die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste trat gegen ihre Weltranglisten-Nachbarin weit weniger dominant auf als zuvor gegen die favorisierten Elina Svitolina und Kiki Bertens auf, die Muguruza über ganze Partien praktisch komplett beherrscht hatte. Hier und heute war gerade der erst Satz gegen Pavlyuchenkova eine nervösere Angelegenheit, bei der beide Spielerinnen Schwierigkeiten hatten, ihre Aufschlagspiele erfolgreich über die Bühne zu bringen. Gegen Satzende war der Druck der Situation dann aber vor allen Dingen bei der Russin greifbar.

Doppelfehler Pavlyuchenkovas werden entscheidend

Nachdem beide Spielerinnen jeweils schon zweimal ihren Aufschlag abgegeben hatten, wurde Paylyuchenkova bei 5:5 vollkommen von ihrem Service verlassen und servierte gleich drei Doppelfehler und damit die Führung für Muguruza auf dem Silbertablett. Die nahm die Einladung dankend an und holte sich im Anschluss die Satzführung nach einer knappen Stunde intensiver Auseinandersetzung mit 7:5.

Auch in Satz zwei schenkt es die Russin her

Zunächst schien Muguruza aber trotzdem noch nicht vollständig in der Partie angekommen zu sein, denn auch nun war sie es wieder, die einen ersten Aufschlagverlust hinnehmen musste. Analog zu Satz eins konnte sie das aber sofort wieder korrigieren. Und genau so wie in Satz eins sollte es auch nun wieder Pavlyuchenkova sein, die unfreiwillig höchstselbst für die Vorentscheidung zu ihren Ungunsten sorgte. Ein weiterer ihrer insgesamt acht Doppelfehler schenkte Muguruza das 4:2. Die ließ anschließend nichts mehr anbrennen und zog in ihr erstes Grand-Slam- Halbfinale seit Roland Garros 208 ein.

„Man muss fighten und dran bleiben“

Die glückliche Siegerin räumte im Anschluss ein, diesmal eher über den Kampf gewonnen zu haben: „Manchmal fühlt man sich nicht so gut, aber man muss fighten und dran bleiben“, beschrieb sie ihre Schwierigkeiten gerade im ersten engen Satz. „Ich glaube, der hat fast eine Stunde gedauert und war sehr wichtig“, führte die 26-Jährige weiter aus und blickte mit Vorfreude auf ihr Duell mit Halep: „Gut, dass ich schon morgen wieder spiele und nicht noch einen Tag warten muss, ich freue mich auf mein erstes Semifinale hier.“

(Bild: (c) imago images / AAP)