Sie war insgesamt 21 Wochen lang die Nummer eins der Welt und blickt auf fünf Grand-Slam-Siege zurück, doch die glorreiche Zeit der Maria Sharapova ist Geschichte. Die Realität sieht ganz anders aus, wie ein Blick auf die neue Weltrangliste verrät, die am Montag nach den Australian Open 2020 veröffentlicht wurde. Die 32-Jährige rangiert laut WTA-Ranking offiziell nur noch auf Platz 366!
Zum Vergleich: In diesen Regionen tummeln sich eigentlich Spielerinnen, die bevorzugt auf ITV- oder Challenger-Events aufschlagen – aber doch kein Champion, der das Damen-Tennis einst dominiert hatte.
So kam es zu dem Sharapova-Absturz
Doch wie kam es nun zu diesem heftigen Absturz? In Melbourne ging die Russin als Nummer 145, ausgestattet mit einer Wild Card, ins Turnier. Genügte bereits diese Position nicht ihren Ansprüchen, wurde sie nun noch einmal um weitere über 200 Plätze zurückgeworfen. Entscheidend für diese neue Dimension der Sharapova-Talfahrt ist, dass sie ihren einzigen guten Auftritt im Jahr 2019 bei den Australian Open hingelegt hatte – und diesen ein Jahr später trotz großer Vorfreude nicht ansatzweise bestätigen konnte.
Anders ausgedrückt: Das einigermaßen erträgliche Ranking zuletzt beruhte ausschließlich auf ihrem Achtelfinal-Einzug in Melbourne im vergangenen Jahr, als sie auf dem Weg dorthin Caroline Wozniacki ausschalten konnte. Im Anschluss an dieses Major gelangen der Russin bis zum Ende des Tennisjahres nur noch drei Siege.
„Es ist schwierig zu behaupten, dass ich auf dem richtigen Weg bin“
Da Sharapova in „Down Under“ diesmal in der ersten Runde an Jennifer Brady scheiterte, sind die Punkte aus dem Vorjahr weg. Es ist der sportliche Tiefpunkt der einstigen Weltklassespielerin, die seit ihrem Comeback 2017 (in Folge ihrer Doping-Sperre) trotz einiger Lichtblicke nie an ihre alte Klasse anknüpfen konnte.
Der Absturz in der Weltrangliste könnte nun natürlich Einfluss auf die weitere Planung der 32-Jährigen haben. Zwar nahm sie das Wort „Karriereende“ nach dem Australian-Open-Aus nicht direkt in den Mund, doch ihre Statements im Rahmen der Pressekonferenz klangen nicht wirklich optimistisch. „Es ist schwierig zu behaupten, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Es gibt eigentlich keinen anderen Ausweg, außer weiter an mich selbst zu glauben. Denn wenn du zwar all die richtigen Dinge unternimmst, aber nicht an dich selbst glaubst, dann ist das vermutlich eine schlechte Formel“, erklärte die Melbourne-Siegerin von 2008.
(Bild (c) imago images / PanoramiC)




