Routinier Philipp Kohlschreiber (ATP 79) hat im Vorfeld der Australian Open Selbstvertrauen gesammelt und das in Bendigo ausgetragene Canberra International Turnier auf Challenger-Ebene gewonnen. Im Finale besiegte er den 20-jährigen Finnen Emil Ruusuvuori (ATP 129) mit 7:6 (5), 4:6, 6:3.
Ranglisten-Absturz im letzten Jahr
2019 war überhaupt nicht das Jahr des mittlerweile 36-jährigen Augsburgers. Auf Platz 34 gestartet büßte er durch viele frühe Niederlagen eine Menge Plätze ein und fand sich zum Ende des Jahres nur noch auf Rang 79 der Weltrangliste wieder. Immer wieder verhinderten auch körperliche Probleme, dass Kohlschreiber sich zurück in adäquate Form spielen konnte. Schon im letzten Jahr zog der Rechtshänder daraus die Konsequenzen, machte im Spätsommer den Schritt zurück und spielte auch wieder auf Challenger-Ebene.
Challenger-Erfolg als Balsam für die Profi-Seele
Jetzt hat sich diese Entscheidung in der Australian-Open-Vorbereitung 2020 erstmals so richtig ausgezahlt. Zum ersten Mal seit seinem letzten Sieg in Kitzbühel aus dem Jahre 2017 gelangen Kohlschreiber auf dem Weg zum Turniererfolg fünf Siege in Folge. Im Finale gegen Ruusuvuori behielt bewies der Deutsche nicht nur seine gute Frühform, sondern auch gute Nerven. Den ersten Satz holte sich Kohlschreiber noch in einer engen Tiebreak-Entscheidung, nachdem er früh im Match in Rückstand geraten war. Anschließend ließ er sich auch nicht vom Verlust des zweiten Durchgangs aus der Bahn bringen und siegte schließlich nach knapp zwei Stunden Spielzeit.
Auf der Weltrangliste bleibt seine Verbesserung durch den Challenger-Erfolg mit einem Mini-Sprung auf Rang 75 überschaubar, für die Profi-Seele dürfte das Erfolgserlebnis zum Saisonstart aber echter Balsam sein.
(Bild: (c) imago images / ITAR-TASS)




