Davis-Cup-Finals: Kohlschreiber verliert – Struff unter Druck Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

„Never change a winning team“ – Dachte sich Deutschlands Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann vor dem Viertelfinale gegen Großbritannien. Erneut vertraute er also zum Auftakt auf Philipp Kohlschreiber.

Sowohl gegen die Argentinier als auch gegen die Chilenen war die Rechnung voll aufgegangen. Der 36-Jährige sorgte jeweils für die beruhigende Führung, sollte dies nun auch gegen Kyle Edmund erledigen. Doch daraus wurde nichts, denn „Kohli“ unterlag glatt mit 3:6, 5:7.

Der Druck lastet nun auf Struff

Besonders im ersten Durchgang hatte der DTB-Akteur beim Aufschlag des Briten nichts zu melden. Edmund brachte bärenstarke 84 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Ziel – und erzielte dann ebenso hervorragende 86 Prozent der Punkte. Beim zweiten Service waren es sogar perfekte 100 Prozent. Eine Statistik, mit der Kohlschreiber natürlich überhaupt nicht für ein Break in Frage kam. Somit war der Aufschlagverlust zum 2:4 schon die Vorentscheidung im ersten Satz, am Ende stand es 6:3 für Edmund.

Im zweiten Durchgang begann es besser für Kohlschreiber. Beim Return nun deutlich verbessert, luchste er dem 24-Jährigen zum zwischenzeitlichen 3:1 dessen Service ab. Doch Edmund schlug umgehend mit dem Rebreak zurück. In der Folge blieb es bis zum 5:5 in der Reihe, ehe der Brite zum entscheidenden 6:5 zuschlug.

Damit lastet der gesamte Druck nun auf Jan-Lennard Struff. Der Warsteiner trifft im zweiten Einzel auf den bisher sieglosen Daniel Evans. In einem möglichen Abschlussdoppel würden wieder die Debütanten Kevin Krawietz/Andreas Mies zum Einsatz kommen.

(Bild (c) imago images / ZUMA Press)