In der Gruppe Björn Borg kommt es bei den ATP Finals 2019 am Donnerstagabend (21 Uhr) zum großen Showdown zwischen zwei der besten Tennisspieler aller Zeiten – und das bereits in der Vorrunde. Zum 49. Mal trifft Roger Federer auf Novak Djokovic, die Bilanz spricht mit 26:22 aktuell knapp für den Serben. Doch das sind nicht die Zahlen, die am Ende den Ausschlag geben dürften …
Die Ausgangslage vor dem dritten und letzten Gruppenspiel ist schnell erklärt: Wer gewinnt, steht im Halbfinale. Wer verliert, kann die Heimreise antreten. Es kann nur einen geben. Roger oder Novak. Da beide Spieler je ein Match gewonnen (jeweils gegen Berrettini) und eines verloren (jeweils gegen Thiem) haben, brauchen beide dringend einen Sieg, um den Titel-Traum am Leben halten zu können.
Sechsmaliger Champion Federer trifft auf fünfmaligen Champion Djokovic
Zugegeben: In Anbetracht der Strahlkraft dieser zwei Tennis-Giganten klingt es ungewohnt, dass beide kurz vor dem Vorrunden-Aus stehen. Federer betrachtet diese Situation allerdings aus einem anderen Blickwinkel. Nach seiner Auftaktniederlage gegen den Österreicher sieht er den Turnierverlauf vielmehr als eine Chance. „Ich bin nur schon froh, dass ich meine Saison nicht mit drei Niederlagen in Folge beende“, erklärte er nach seinem Erfolg gegen Berrettini.
Die Zahlen versprechen auf jeden Fall ein großes Duell zum Abschluss der in der Björn-Borg-Gruppe. Der Schweizer konnte sechsmal – und damit so häufig wie kein anderer – die ATP Finals gewinnen. Knackt er Djokovic, stünde er in seinem 17. Anlauf zum 16. Mal im Halbfinale. Der Serbe steht seinem Kontrahenten in kaum etwas nach. Mit fünf Titeln ist der „Djoker“ dem „Maestro“ dicht auf den Fersen. Die vergangenen sieben Endspiele in London fanden sechsmal mit „Noles“ Beteiligung statt.
Natürlich werden bei den Tennis-Fans vor diesem Match Erinnerungen an Wimbledon 2019 wach. In einem epischen Finale siegte Djokovic im vergangenen Sommer in fünf Sätzen. Die Entscheidung in diesem Herzschlag-Endspiel fiel erstmals in der Tennis-Geschichte im neu erschaffenen Tiebreak beim Stande von 12:12.
Erinnerungen an das epische Wimbledon-Finale werden wach
Mit dem Abstand kann der damals unterlegene Federer heute auch mit einem lachenden Auge auf dieses unvergessliche Duell zurückblicken. „Letztlich spielte ich dort ein hervorragendes Match, ja ein hervorragendes Turnier. Ich habe in der Runde zuvor Nadal geschlagen“, gab Roger am Mittwoch zu Protokoll. Nun freue er sich, wieder gegen Djokovic anzutreten. Wichtig sei einzig, dass er sich auf das konzentriere, was er am besten könne.
So oder so: Es kann nur einen geben. Roger oder Novak? Wer schafft am Donnerstag den Sprung ins Halbfinale der ATP Finals 2019 und für wen endet der Abschluss des Jahres mit einer Enttäuschung? Die Show kann beginnen!
(Bild © imago images / ZUMA Press / Montage)




