Roger Federer hat in seinem 157. Finale auf der ATP Tour den 103. Turniersieg errungen. Vor einer begeisterten Kulisse im heimatlichen Basel besiegte er den jungen Australier Alex De Minaur glatt mit 6:2, 6:2.
Nur ganz zu Anfang ist es eng
Auch wenn es die erste Begegnung für De Minaur mit Federer war und auch wenn seine bisher nur zwei Karriere-Siege über Top-10 Spieler nicht unbedingt dafür sprachen, dass dem jungen Australier ausgerechnet vor 9000 Federer-Fans in Basel der bisher größte Sieg seiner Karriere gegen den Maestro gelingen sollte: De Minaur deutete zu Beginn schon an mehr als nur an, dass er nicht gewillt war, sich ähnlich deutlich wie alle anderen Feder-Gegner in dieser Woche dem großen Favoriten zu beugen.
Ähnlich wie sein Mentor und Ratgeber Lleyton Hewitt, der immerhin neun Karriere-Erfolge gegen den Schweizer aufweisen kann, versuchte dessen 20-jähriger Landsmann, Schnelligkeit und Kampfeswillen in die Waagschale zu werfen und die Lust Federers auf kurze und aggressiv gespielte Ballwechsel einzudämmen. Das gelang anfänglich auch gut, ein erstes Aufschlagspiel der Nummer drei der Rangliste ging direkt mehrfach über Einstand, bevor Federer dann doch mit 1:0 in Führung gehen konnte.
Federer zieht unwiderstehlich davon
Dann aber fing Roger Federer an, sich besser auf das Spiel de Minaurs einzustellen. Er fand immer öfter den richtigen Zeitpunkt, um von der Grundlinie das Tempo anzuziehen oder erfolgversprechend den Weg nach vorne zu suchen. Fortan waren die Aufschlagspiele des Australiers grundsätzlich umkämpfte Angelegenheiten – und gleich zweimal ging der Kampf zugunsten des 38-Jährigen auf der anderen Seite aus. De Minaur unterliefen im Bemühen dagegen zu halten für seine Verhältnisse nun ungewöhnlich viele einfache Fehler. Ein doch glattes 6:2 für Federer war nach einer guten halben Stunde das verdiente Resultat.
Im zweiten Satz brilliert der Maestro
Der Satzgewinn setzte – falls das überhaupt möglich ist – bei Federer noch zusätzliches Selbstvertrauen frei. Anfang des zweiten Satzes schien er zur Begeisterung des Publikums teilweise mit dem Gegner zu spielen, sich De Minaur regelrecht zurecht zu legen. Nach nur 10 Minuten Spielzeit in Satz zwei stand es schon 3:0 und Federer war eindeutig auf der Siegerstraße.
Auch ein letztes Aufbäumen De Minaurs verpufft
De Minaur versuchte zwar alles und schnupperte bei 2:4 und Aufschlag Federer bei einem 0-30 sogar noch einmal ganz kurz daran, dem zweiten Satz doch noch einen Spannungsbogen zu verpassen. Federer unterband all diese Bemühungen aber mit einem kurzen Anziehen in Punkto auf Konzentration und Schlagsicherheit eindrucksvoll. Nach 69 für Federer-Fans interessanten und erfreulichen, insgesamt aber zumeist einseitigen Minuten, konnte der 38-Jährige dann nach einem weiteren Break seinen 10. Titel in Basel feiern.
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