Die acht besten Tennisspieler des Jahres werden vom 10. bis 17. November in London um den ATP-Finals-Titel spielen. Die Hälfte der Profis sind bereits qualifiziert. Neben Rafael Nadal, Novak Djokovic und Roger Federer konnte sich auch Daniil Medvedev für die Teilnahme an der inoffiziellen ATP-Weltmeisterschaft qualifizieren. Bei den US Open scheiterte der Russe erst im Finale an „Rafa“ und konnte so sein Ticket für die Finals lösen.
Hinter den Top-Four geht es im Ranking, auch „Race to London“ genannt, noch richtig zur Sache. So eng war es selten zuvor! Aktuell belegen Dominic Thiem (3.845 Punkte), Stefanos Tsitsipas (3.160), Roberto Bautista Agut (2.350) und Kei Nishikori (2.180) die Plätze fünf bis acht, die allesamt zur Teilnahme berechtigen.
Finden die ATP Finals 2019 ohne Titelverteidiger Zverev statt?
Sicher ist momentan allerdings, dass – mit Ausnahme der besten Vier im Ranking – nichts sicher ist. Zwischen Nishikori und Gael Monfils (2.080) liegen nur 100 Punkte. Das Besondere daran ist, dass der Franzose im Finals-Ranking aktuell „nur“ Zwölfter ist. Demnach haben vor allem auch David Goffin (2.080), Alexander Zverev (2.120) und Matteo Berrettini (2.160) in den kommenden Wochen noch aussichtsreiche Chancen, den Sprung unter die besten Acht zu schaffen.
Zum besseren Verständnis: Bei der Qualifikation für die ATP Finals ist nicht die Weltrangliste, sondern das „Race to London“ maßgeblich, das über die Ergebnisse des Tennisjahres 2019 Aufschluss gibt. Daher kann es passieren, dass das Turnier-Highlight in der englischen Hauptstadt ohne Titelverteidiger „Sascha“ Zverev stattfindet.
Bei diesen Turnieren können noch Punkte für das „Race to London“ gesammelt werden
Immerhin: Bis zum November gibt es noch einige Punkte zu holen. Auf dem Kalender stehen unter anderem noch zwei Masters in Shanghai und Paris, zudem können die Profis bei den 500ern in Peking, Tokio, Wien und Basel noch fleißig Zähler sammeln.
Für das „Chaos“ im Ranking ist zu einem großen Teil der Italiener Berrettini verantwortlich, der mit seinen starken Auftritten in den vergangenen Wochen einiges durcheinandergebracht hat. Mit seinem überraschenden Halbfinal-Einzug bei den vergangenen US Open machte er acht Plätze im „Race to London“ gut. Nun ist es an Zverev, Monfils, Goffin und Co., darauf die richtige Antwort zu finden. Es bleibt spannend …
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