Jo-Wilfried Tsonga sorgt für schnellstes Challenger-Finale aller Zeiten Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

Nach seinem Erstrunden-Aus bei den US Open 2019 gegen Tennys Sandgren war die Enttäuschung bei ihm groß. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, nahm Jo-Wilfried Tsonga am Challenger in seiner französischen Heimat teil, während die Welt-Elite in New York um den Titel des letzten Grand Slams 2019 kämpfte.

Die Entscheidung des 34-Jährigen sollte sich als goldrichtig erweisen: Tsonga erwischte in Cassis, eine Hafenstadt im Süden Frankreichs, eine überragende Woche und machte seinen US-Open-Patzer mit dem Turniersieg vergessen. Ohne Satzverlust marschierte der frühere Top-Ten-Spieler ins Endspiel – und sorgte dort für das größte Highlight. Tsonga gewann das schnellste Finale in der Geschichte der ATP-Challengers.

Nur 43 Minuten brauchte Tsonga bis zum Challenger-Titel

Nach nur 43 Minuten durfte der Franzose die Trophäe in die Höhe stemmen. Der einzige Trost für den unterlegenen Gegner Dudi Sela: Der Mann aus Israel bekam immerhin keine „Brille“ verpasst, verlor aber letztlich deutlich mit 1:6, 0:6.

Für Tsonga war der Erfolg in Cassis gleichbedeutend mit seinem ersten Challenger-Titel seit zwölf Jahren und zwei Monaten. Zuletzt hatte er im Rahmen dieser Turnierreihe im Jahr 2007 in Surbiton gewonnen. Interessant: Nur bei Michael Chang, Mikhail Youzhny und David Ferrer klafft diesbezüglich eine noch größere Lücke.

Im aktuellen ATP-Ranking macht sich der Heimerfolg des Franzosen allerdings nur geringfügig bemerkbar. Tsonga machte in der neuen Weltrangliste an diesem Montag vier Plätze gut und rangiert nun auf #61. Aktuell gibt es sieben französische Tennisspieler (Monfils, Paire, Pouille, Simon, Gasquet, Herbert und Mannarino), die im Vergleich zu Tsonga die Nase vorn haben. Aber: Die Art und Weise dieses Challenger-Triumphes war ein Zeichen an die Konkurrenz.

(Bild (c) imago images / PanoramiC)