Nach drei verlorenen Grand-Slam-Endspielen in den letzten beiden Jahren ist Serena Williams (WTA 8) bei den US Open erneut nur einen Sieg davon entfernt, sich den Traum vom 24. Titel bei den vier ganz großen Turnieren zu erfüllen. Im Halbfinale schlug sie die Ukrainerin Elina Svitolina (WTA 5) mit einer starken und konzentrierten Leistung 6:3, 6:1 und zog so als ersten Spielerin ins Endspiel am Samstag ein.
Svitolina nutzt die Chancen nicht
Die 37-Jährige war von Beginn der Partie an voll bei der Sache und setze Svitolina sofort unter Druck. Die spielte zwar teilweise auch gut mit und versuchte nach Kräften dagegen zu halten, nutze aber im Gegensatz zu ihrer Gegnerin die sich bietenden Chancen im ersten Durchgang nicht. Während sich Williams in einer umkämpfend Anfangsphase sofort das Break holte, ließ die 24-jährige Svitolina gleich sechs Möglichkeiten zurück in den Satz zu kommen aus. Der erste Satz ging entsprechend nach 42 unterhaltsamen Minuten an die Amerikanerin.
Serena demonstriert Spiellaune und wieder verbesserte Fitness
Die demonstrierte dann auch im zweiten Durchgang ihr Selbstbewusstsein und ihre gegenüber früheren Turnierauftritten nach der Babypause wieder verbesserte Fitness. Mit hoher Quote bei den ersten Aufschlägen und phasenweise auch ungewöhnlich viel Variabilität im Spielaufbau dominierte sie die Partie mehr und mehr.
Unter den Augen ihres gestern im Viertelfinale ebenfalls ausgeschiedenen Freundes Gael Monfils musste Svitolina in Satz zwei trotz aller Bemühungen und dem Versuch, mit mehr Risiko agierend noch eine Wende herbei zu führen, ein frühes Doppelbreak hinnehmen. Williams war auf dem Weg in ihr insgesamt 33. Grand-Slam-Endspiel nun nicht mehr aufzuhalten. Nach 70 Minuten verwandelte sie ihren zweiten Matchball nach einer echten Demonstration ihrer Fähigkeiten.
10 Endspiele in 20 Jahren
„Ich wollte richtig gut ins Match kommen und dann einfach weiter machen“, skizzierte eine strahlende Serena Williams nach der Partie ihren Matchplan, der zu 100 Prozent aufgegangen war. Williams zieht mit dem Sieg in ihr insgesamt zehntes US-Open-Finale ein, sechs davon hat sie gewonnen. Seit ihrem ersten Auftritt und Sieg in einem New Yorker Endspiel im Jahre 1999 sind sagenhafte 20 Jahre vergangen.
(Bild: (c) imago images/MediaPunch)




