Nach zwei harten Dreisatzmatches, die jeweils erst in der „Verlängerung“ entschieden wurden, musste Andrea Petkovic in der dritten Runde der French Open 2019 gegen Ashleigh Barty relativ deutlich die Segel streichen. Die Australierin siegte mit 6:3, 6:1 und konnte damit ihren bis dato größten Erfolg in Paris einfahren – das Achtelfinale hatte sie zuvor noch nie erreicht.
Eurosport-Expertin Barbara Rittner hatte bereits vorab prognostiziert, dass „Petko“ gegen die Top-Ten-Spielerin „das perfekte Match“ brauchen würde. Und diesem Anspruch konnte die 31-Jährige an diesem Samstagabend nicht gerecht werden. Sie fand kein wirkliches Rezept gegen den Slice und die Aufschläge ihrer bärenstarken Gegnerin.
#Barty will be the next opponent for #Kenin as she beats #Petkovic 3,1 to reach R16 for 1st time in #RG19. Big contrast to men’s who have all Top 10 in R16, the women have only 3/10. Both finalists of last year 3rd #Halep 7th #Stephens joined by 8th #Barty
— rajesh (@rajeshworld) 1. Juni 2019
„Petko“ serviert Doppelfehler zum ungünstigsten Zeitpunkt
Nach souveränen Aufschlagspielen auf beiden Seiten zu Beginn patzte Petkovic zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Beim Stande von 3:4 aus ihrer Sicht unterlief ihr ein Doppelfehler, der das Barty-Break perfekt machte. Die 23-Jährige, die in ihren Matches zuvor gegen Jessica Pegula und Danielle Collins jeweils ohne Satzverlust geblieben war, konnte ausservieren.
Das unnötige Break im ersten Durchgang sorgte für einen Bruch im Spiel von Petkovic, die satzübergreifend fünf Spiele in Folge verlor. Kämpferisch konnte sich die Deutsche in ihrem ersten Duell gegen Barty allerdings nichts vorwerfen. Sie verkürzte nach frühem Break in Satz gegen sich zwar auf 1:2, musste in dieser Phase aber mehr Aufwand für ihre Punktgewinne betreiben als ihre Kontrahentin.
Hut ab vor „Petkos“ Leistung in Paris
Besonders bitter: Bei 1:3 gab sie ihren Service (wie schon zuvor im ersten Satz) mit einem Doppelfehler ab. Das war letztlich die Vorentscheidung, auch wenn sich „Petko“ im Anschluss einen Breakball erkämpfen konnte. Barty hatte aber in kritischen Momenten zumeist die bessere Antwort parat.
Damit konnte Petkovic nicht in die Fußstapfen ihrer Kollegen Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff treten, die am Samstag ins Achtelfinale einzogen und nun die schwarz-rot-goldene Fahne in Paris hochhalten. Dennoch: „Petko“ war mit ihrem Drittrundeneinzug die beste Deutsche bei den French Open 2019 – und darauf kann sie stolz sein.
(Bild © imago images / ZUMA Press)




