Zverev vor Neuauflage gegen Lajovic: Die Zeit des Einspielens ist vorbei Leaderboard : 4475810 Top : 4475800

Time! Für Alexander Zverev beginnen die French Open spätestens genau jetzt!

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr begegneten sich Alexander Zverev zund Dusan Lajovic erstmals auf dem Tenniscourt. Damals, in der zweiten Runde der French Open, konnte sich der Deutsche gegen den Serben durchsetzen, hatte jedoch mehr Mühe als erwartet. Zverev brauchte fünf Sätze, um den Einzug in die dritte Runde zu schaffen.

Diese Hürde hat er 2019 in Paris bereits genommen, doch mit Lajovic wartet auf den Weltranglistenfünften nun ein Gegner (erstes Match am Samstag auf dem Court Simonne Matthieu ab 11 Uhr), der weiter ist als noch im Vorjahr. Die Nummer 35 der Welt (damals Rang 60) blickt auf ein ordentliches erstes Halbjahr zurück – inklusive eines absoluten Highlights in Monte Carlo. Im Fürstentum stürmte er im vergangenen April bis ins Finale, ließ auf dem Weg dorthin solch klangvolle Namen wie David Goffin und Dominic Thiem im Regen stehen. Nur an Fabio Fognini gab es für Lajovic in diesem Turnier kein Vorbeikommen.

Zverev muss eine Schippe drauflegen

Mit Blick auf die genannten Sandplatzerfolge seines Drittrundengegners muss Zverev bei den French Open nun eine Leistungssteigerung hinlegen. Mit der Form aus dem Fünfsatz-Krimi gegen John Millman könnte es für „Sascha“ eng werden, auch der souveräne Sieg gegen den an diesem Tag überforderten Schweden Mikael Ymer in Runde zwei taugt nicht wirklich als Gradmesser.

Auch Zverev weiß, dass er eine Schippe drauflegen muss, um den Sprung ins Achtelfinale zu meistern. „Das ist wirklich kein einfacher Gegner, er hat eine unglaubliche Sandplatz-Saison hinter sich“, erklärte er vor dem Match gegenüber Eurosport.

Auftrag: Die zweite Woche von Paris erreichen!

Nach seinem Auftaktsieg gegen Millman hatte sich der DTB-Spieler erleichtert gezeigt und ließ ausrichten: „Ich bin einfach nur froh, weiter zu sein.“ So nachvollziehbar diese Aussage nach einem engen Matchverlauf auch war: Für Zverev geht es jetzt darum, auch in der zweiten Woche in der französischen Hauptstadt dabei zu sein – und dafür braucht es souveräne Auftritte.

Zumal die Gegner nicht einfacher werden. Im Gegenteil: Bereits im Achtelfinale könnte ihm ausgerechnet Monte-Carlo-Champion Fognini drohen, sollte dieser sich gegen Roberto Bautista Agut durchsetzen. In den darauf folgenden Runden stünden dem Deutschen eventuell Djokovic, Thiem und Nadal bevor.

Doch bevor es so weit ist, muss die schwarz-rot-goldene Tennis-Hoffnung erst einmal die Hausaufgaben machen – gerne ohne dabei die Nerven seiner Fans über die Maßen zu beanspruchen. So geschehen vor einem Jahr in Paris, als er gegen Lajovic, Damir Dzumhur und Karen Khachanov jeweils über fünf Sätze gehen musste, ehe ihm im Viertelfinale gegen Thiem die Puste ausging.

(Bilder © imago images)