ATP Miami: Roger Federer spielt mit Shapovalov Katz und Maus

Die Tennis-Welt hatte sich auf ein elektrisierendes Generationen-Duell zwischen Roger Federer und Denis Shapovalov gefreut. Doch aus der großen Show wurde nichts. Zu deutlich war der „Maestro“ seinem 18 Jahre jüngeren Kontrahenten im zweiten Halbfinale von Miami überlegen.

Klare Sache für den „Maestro“

Federer siegte mit 6:2, 6:4 und steht zum vierten Mal im Finale der Miami Open. Immer wenn der Schweizer das Endspiel beim Masters in Florida erreichte (2005-06, 2017), gewann er auch den Titel.

Shapovalov war der große Respekt vor seinem Idol deutlich anzumerken. „Ich habe mich mein ganzes Leben darauf gefreut, gegen Federer zu spielen“, hatte er noch vor dem Match geschwärmt. Die Euphorie war allerdings schnell dahin.

Nach einem Rahmentreffer mit der Rückhand lag der 19-jährige Kanadier früh mit dem Break zurück. Federer, der in Shapovalovs Geburtsjahr 1999 erstmals die Top 100 knackte, spielte seine Erfahrung in der Folge aus.

Shapovalov streut mit der Rückhand

Während dem Youngster im ersten Satz 20 unerzwungene Fehler unterliefen (die meisten davon mit der Rückhand), war der ehemalige Weltranglistenerste sowohl beim Aufschlag als auch von der Grundlinie eine Bank. Nach dem Doppelbreak zum 4:1 hatte Federer keine Mühe mehr, den Satz auf der Habenseite zu verbuchen.

Immerhin: Shapovalov deutete sein enormes Potential zu Beginn des zweiten Durchgangs an, als er sich beim Stand von 1:1 zwei Breakchancen erspielte. Über Ansätze kam der Weltranglisten-23. an diesem Abend jedoch nicht hinaus. Federer ging im folgenden Spiel erneut mit dem Break in Führung, da der junge Linkshänder einmal mehr viel zu wild agierte.

Der Rest war Formsache. Nach 73 Minuten machte Federer mit einem Vorhand-Volley den Sack zu.

Aufschlagriese Isner wartet im Endspiel

Im Finale trifft der 20-fache Grand-Slam-Sieger auf Titelverteidiger John Isner. Der US-Amerikaner hatte sich im ersten Halbfinale nach zwei Tiebreaks knapp gegen Wunderkind Felix Auger-Aliassime durchgesetzt. Für Federer, der mit 5:2 gegen Isner vorne liegt, ist es das 50. Endspiel auf Masters-Ebene.

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